10 Tipps zur Motorsägenkette

Worauf man beim Kauf bzw. beim Schärfen der Motorsägenkette achten sollte.

Motorsägenkette beim Einsatz im Wald[1294675093.jpg]
Nur eine richtig geschärfte Kette liefert eine optimale Schnittleistung © RWA
Eine richtig geschärfte Motorsägenkette gewährleistet eine optimale Schnittleistung bei geringer Abnützung der Schneideeinrichtung und erhöht die Arbeitssicherheit. Jeder Motorsägenbenutzer sollte in der Lage sein, jederzeit (auch im Wald) die Kette selbst zu schärfen. Für die professionelle Instandsetzung der Motorsägenkette gilt es, 10 grundlegende Punkte zu beachten.

1. Zahnform:

  • Halbrund- oder Halbmeißelzahn: für den Universaleinsatz, längere Standzeit, nicht so empfindlich bei Sand, sehr einfach nachzuschärfen.
  • Eck- oder Meißelzahn: scharfkantiger und winkliger Zahn, geringer Schnittwiderstand bis zu 20 Prozent mehr Leistung als Halbmeißel, für den Profieinsatz. Empfindlich bei Fremdkörperkontakt. Sehr schwierig zu schärfen!

2. Kettenteilung:

Kettengröße: Abstand zwischen 3 Nieten geteilt durch 2.
Abstand Kettenteilung
10,36 mm .404
9,32 mm 3/8
8,25 mm .325

3. Richtiger Rundfeilendurchmesser und Feilenüberstand:

Feilenüberstand: 1/5 des Rundfeilendurchmessers über das Zahndach (ca. 1 mm).
Kettenteilung Feilendurchmesser
.404 5,5 mm
3/8 5,2 mm
.325 4,8 mm

4. Feilführung:

Die Feile wird von der Zahninnenseite nach außen und waagrecht (90° zur Schiene) geführt.

5. Anschärfwinkel:

Grundsätzlich 30°, sind andere Angaben vom Kettenhersteller vorhanden, sind diese zu berücksichtigen.

6. Brustwinkel:

  • Halbrundzahn: 80 bis 85°
  • Eckzahn: 65 bis 75°

7. Zahnlänge:

Alle Zähne müssen gleich lang sein, um eine gerade Schnittführung zu gewährleisten. Pro Feilvorgang immer gleich viele Feilstriche je Zahn; gelegentlich mit der Schublehre nachmessen und alle Zähne auf den kürzesten Zahn zurückfeilen.

8. Tiefenbegrenzer:

Reguliert die Spandicke und muss nach mehrmaligen Kettenschärfen zurückgesetzt werden. Immer eine entsprechende Tiefenbegrenzerlehre verwenden und den Tiefenbegrenzer abrunden.
Kettenteilung Tiefenbegrenzer
3/8 0,75 mm
Wird der Tiefenbegrenzer zu tief gesetzt, erhöht sich die Rückschlaggefahr der Motorsäge und der Stechschnitt, besonders bei Hartholz bzw. gefrorenem Holz, wird erschwert.

9. Treibgliedstärke/Nutbreite:

Beim Kauf einer Kette muss auf die Treibgliedstärke geachtet werden! Treibgliedstärken: 1,6 mm; 1,5 mm; 1,3 mm; 1,1 mm.

10. Feilhilfen:

  • Feilgriff: Aus Kunststoff oder Holz unbedingt verwenden!
  • Schärfgitter mit Haftmagnet: erleichtert die Einhaltung des Anschärfwinkels.
  • Feilbock: Zur Fixierung des Schwertes ist beim Schärfen im Wald empfehlenswert.

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Autor:
FOL Karl Katholnig, BFW FAST Ossiach, erschienen in "Unser Land"