12 Tipps für richtiges Kompostieren

Aus Abfällen entsteht beim Kompostieren wertvoller Humus. Holen Sie sich hier ein paar Tipps und Tricks dazu.

Beim Kompostieren entsteht wertvoller HumusBeim Kompostieren entsteht wertvoller HumusBeim Kompostieren entsteht wertvoller Humus[]
© RWA
Pflanzen im Garten benötigen einen humusreichen und lockeren Boden mit ausreichend Nährstoffen. Beim Kompostieren werden nicht nur organische Abfälle praktisch entsorgt, es entsteht auch wertvoller Humus den Sie im Garten verwenden können. Wir haben Ihnen ein paar nützliche Ratschläge rund um den Kompost zusammengestellt:

Tipps zum Kompostieren:

  • Es kann sinnvoll sein, 2 Komposthaufen einzuplanen. Einen, den man gerade in Arbeit hat und einen, der verrottet bzw. fertigen Kompost bereithält.
  • Wichtig bei einem offenen Komposter ist der direkte Erdanschluss, damit Würmer und andere Kleinlebewesen ihre Arbeit verrichten können. Eine Grundschicht aus Ästen, Zweigen oder Häckselgut sorgt für die notwendige Durchlüftung und verhindert Staunässe.
  • Verwenden Sie für den Komposthaufen möglichst unterschiedliche Ausgangsmaterialien. Je vielfältiger, desto besser! Stets größere Mengen Material auf einmal aufsetzen, das begünstigt die rasche Verrottung. Reifer Kompost oder Kompostbeschleuniger helfen ebenso die Zeit für den Kompostiervorgang zu reduzieren.
  • Kompostabfälle sollten zerkleinert werden, damit sie rasch abgebaut werden können.
  • Samentragendes Unkraut oder mit Schaderregern befallene Pflanzenteile sollten Sie nicht auf den Kompost geben. Ebenso vermeiden sollten Sie Wurzelunkräuter wie Quecken, Ampfer oder Giersch. Thujen nicht auf den Kompost geben, da sie Stoffe enthalten, die die Verrottung hemmen. Blätter von Kastanien enthalten giftige Stoffe.
  • Beim Rasenmähen fallen oft große Mengen an Grasschnitt an. Bedenken Sie, dass große Grashaufen leicht zu schimmeln beginnen. Lockern Sie Grasschnitt am besten mit Ästen, Spänen aus unbehandeltem Holz oder Erde auf.
  • Keine gekochten Lebensmittel, Fleischreste oder Speisereste verwenden. Diese ziehen Ratten an. Auch Papiertaschentücher und Windeln sollte man aufgrund möglicher Keimbildung ausschließen.
  • Zeitungen zerknüllt und in kleinen Mengen eignen sich gut zum Kompostieren (keine Hochglanzmagazine verwenden!). Kaffeesatz ist ein beliebter Nährstoff für die Kompostwürmer.
  • Um eine optimale Rotte zu gewährleisten, sollte der Kompost öfter umgesetzt werden (dieser Schritt entfällt bei einem geschlossenen Komposter).
  • Der Komposthaufen sollte weder zu nass noch zu trocken sein. Deshalb ist ein windgeschützter, halbschattiger Standort ideal. Bei Regen den Kompost mit einer Plane abdecken oder beispielsweise eine Schicht Stroh darüber geben. Sollte der Komposthaufen zu trocken sein, können die Zersetzungsprozesse nicht in Gang kommen. Bei lang anhaltender Trockenheit kann man den Komposthaufen vorsichtig gießen. Ist der Kompost mit den falschen Ausgangsmaterialien angelegt worden und ist deshalb zu trocken, setzt man ihn am besten um und gibt frischen Rasenschnitt dazu.
  • Haben Sie Geduld! Im Normalfall ist der Kompost in einem offenen Komposter nach ca. 9 Monaten ausgereift. In einem geschlossenen Komposter (auch Schnellkomposter oder Thermokomposter genannt) reift der Kompost deutlich schneller.
  • Die Humuserde sollte schwarz, feinkrümelig sein und nach Walderde duften. Der optimale Zeitpunkt für die Verteilung des Komposts ist im Frühjahr oder Herbst. Bevor Sie den biologischen Dünger verwenden, sollte er gesiebt und mit Erde vermischt werden.
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