130 Mio. Euro für Agrarinvestitionskredite

Stundungsmöglichkeit bei laufenden Krediten.

Wien, 20. Juni 2016 (aiz.info). - Den bäuerlichen Betrieben wird auch heuer ein Kreditvolumen von 130 Mio. Euro für Agrarinvestitionskredite zur Verfügung gestellt. Die Kredite werden mit einem Zinsenzuschuss des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft gefördert. "Agrarinvestitionskredite sind eine wesentliche Hilfe für die Bäuerinnen und Bauern, damit sie auf aktuelle Herausforderungen reagieren und neue Chancen nutzen können. Wir unterstützen damit Investitionen in wichtige Bereiche wie Betriebsmodernisierung, nachhaltige Bewirtschaftung, Lebensmittelsicherheit oder Tierwohl", betont Bundesminister Andrä Rupprechter.

Investitionen von 250 Mio. Euro

Wie in den vergangenen Jahren wird mit rund 1.500 Förderungsanträgen gerechnet, die ein Investitionsvolumen von rund 250 Mio. Euro auslösen. Die Laufzeit der Agrarinvestitionskredite beträgt für technische Maßnahmen maximal zehn und für bauliche Maßnahmen maximal zwanzig Jahre. Grundsätzlich beträgt der Zinsenzuschuss 36% des verrechneten Bruttozinssatzes. Für Investitionen in die Be- und Verarbeitung sowie Vermarktung am landwirtschaftlichen Betrieb, in Biomasseheizanlagen, Almen, Verbesserung der Umweltwirkung, Gartenbau, Obst- und Weinbau sowie für alle übrigen AIK-Förderfälle in benachteiligten Gebieten beträgt der Zinsenzuschuss 50%.

Außerordentliche Stundung und Laufzeitverlängerung

Angesichts der großen Herausforderungen im Agrarsektor gibt es Erleichterungen bei der Rückzahlung von laufenden AIK-Krediten. Wie beim Milchdialog angekündigt, wird den Betrieben die Möglichkeit einer außerordentlichen Ratenstundung von maximal zwei Tilgungsraten und einer Laufzeitverlängerung bis maximal ein Jahr angeboten. Die entsprechende Anpassung der Sonderrichtlinie "Projektförderungen LE 14 bis 20" wurde veranlasst. Diese Maßnahme bringt den betroffenen Betrieben einen finanziellen Spielraum von durchschnittlich rund 2.000 Euro.