2012: 1,2 Mio. Festmeter Schadholz

Schnee und Wind verursachten in Österreich 2012 eine Schadholzmenge von 1,2 Mio. fm. Gegenüber dem Ausnahmejahr 2011 entspricht das beinahe einer Verdoppelung.

Grafik: Schadholzmengen durch Sturm  Schnee und BorkenkäferbefallGrafik: Schadholzmengen durch Sturm  Schnee und BorkenkäferbefallGrafik: Schadholzmengen durch Sturm  Schnee und Borkenkäferbefall[1366699517316682.jpg]
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Das Jahr 2011 war allerdings eine absolute Ausnahme mit den geringsten Schneedruck- und Windwurfholzmengen überhaupt. Vom Schneedruck am ärgsten betroffen war Tirol, während sich die Windwürfe vor allem in Niederösterreich und in der Steiermark abgespielt haben. Aufgrund der äußerst erfreulichen Lage am Holzmarkt stellten diese Schadholzmengen keine Belastung dar, sondern wurden begierig von den Abnehmern aufgenommen.

Viele betroffene Bestände waren nicht durchforstet

Wenn man sich die betroffenen Bestände ansieht, dann sind viele Wälder nicht durchforstet oder gepflegt: Ein richtige und zeitgerechte Durchforstung erhöht die Widerstandkraft des Bestandes: Das Dickenwachstum der verbleibenden Bäume nimmt zu und der Baum bricht nicht so schnell ab. Oder er bricht weiter oben ab und es gibt kein gebrochenes Blochholz. Weiters erhöht sich durch eine Durchforstung auch die Vitalität durch eine vergrößerte Krone und damit auch das Wurzelwachstum, wodurch die Verankerung im Boden besser wird. Eine Durchforstung lohnt sich alleine schon im Hinblick auf eine Stabilitätserhöhung des verbleibenden Bestandes. Noch dazu sind bei gegenwärtigen Holzpreisen alle Arbeiten kostendeckend und die Nachfrage nach Energie-, Faser- und Schleifholz wird wahrscheinlich das ganze Jahr über hoch bleiben. Die Erstdurchforstung kann daher in einem relativ frühen Bestandesalter gewinnbringend durchgeführt werden.

Borkenkäferbefall weiter rückläufig

Beim Borkenkäferbefall setzte sich erfreulicherweise schon der 2011 verzeichnete Abwärtstrend fort. Die verzeichneten 880.000 fm sind noch immer beachtlich, aber weit geringer als die meist deutlich über 2 Mio. fm aus den Jahren 2002 bis 2010. Die Gründe dafür sehen die Experten vor allem in der günstigen Holzmarktlage: Das heißt: Bruttaugliches Material wird zeitgerecht aufgearbeitet und aus dem Wald entfernt, sodass keine Massenvermehrungen stattfinden konnten. Eine Rolle gespielt hat sicher auch die feuchte Witterung in den Nadelwaldgebieten Österreichs. Auch hier weisen die Lagerhaus-Forstexperten immer wieder darauf hin, dass Waldhygiene äußerst wichtig ist: Sie bewahrt vor Folgeschäden (wie Borkenkäferbefall) und bringt darüber hinaus Erträge, weil Waldhackgut ein gefragter und daher gut bezahlter Heizstoff ist.

Weitere Schäden in heimischen Wäldern

Alle anderen Schäden spielen hier nur eine untergeordnete Rolle: Hitze- und Dürreschäden wurden aus den östlichen Gebieten Österreichs gemeldet. Spätfrost Mitte Mai führte zu Schäden an Jungwüchsen, Forstgärten und Christbaumkulturen. Schäden an Jungkulturen gab es durch Rüsselkäfer und Mäuse, die sich 2012 massenhaft vermehrt haben. Auch Schäden durch Biber werden langsam aber stetig größer. Beim Eschentriebsterben wurde ein Rückgang festgestellt, besonders bei natürlichen Beständen, während in jüngeren Aufforstungen die Sterblichkeit anstieg.

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