Abbau der österreichischen Apfellager weiterhin in gedrosseltem Tempo

Importe wurden aufgrund geringer Inlandsbestände deutlich erhöht.

Wien, 24. April 2017 (aiz.info). - Um am Heimmarkt weiterhin präsent zu bleiben, wird das Tempo beim Abbau der österreichischen Apfellager weiterhin gering gehalten. Der Lagerstand betrug zum Stichtag 1. April 2017 exakt 15.553 t Äpfel, das waren um 6.347 t weniger als im Vormonat, berichtet die Agrarmarkt Austria. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor lag die Menge noch bei 74.651 t. Der aktuell niedrige Lagerstand ist bekanntlich die Folge der extrem kleinen Ernte, die 2016 aufgrund der schweren Schnee- und Frostschäden eingebracht wurde.

Von der Gesamtmenge, die am 1. April 2017 in den heimischen Apfellagern erhoben wurde, stammen 13.352 t aus der Steiermark, die mit Abstand die größten Flächen im österreichischen Apfelanbau beherbergt. 10.915 t entfielen davon auf die Hauptsorte Golden Delicious. Die Vorräte an der beliebten Apfelsorte Gala neigen sich mit 144 t bereits dem Ende zu. Nennenswerte Bestände wurden auch noch bei Braeburn (409 t) und Jonagold (254 t) gemeldet. Aufgrund der niedrigen Lagerstände müssen die Einfuhren entsprechend erhöht werden, um den Inlandsbedarf zu decken. Von Jänner bis Dezember 2016 wurden laut AMA fast doppelt so viele Äpfel importiert wie im Vergleich zum Vorjahr. Die Apfelpreise zeigen je nach Sorte einen mehr oder weniger deutlichen Anstieg zum Vorjahr.