Trockenheit: Strategien gefragt

Eine neue wissenschaftliche Arbeit zeigt: Zunehmende Trockenheit erfordert neue Strategien für profitable Pflanzenproduktion in Ostösterreich.

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© RWA
Der Klimawandel stellt Getreidebauern in Ostösterreich vor immer größere Herausforderungen. Dr. Franziska Strauss von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik hat für ihre Dissertation untersucht, wie sich veränderte klimatische Bedingungen und Kohlendioxid-Emissionen auf die heimische Landwirtschaft in den nächsten 30 Jahren auswirken können.
Die Forscherin erwartet, dass es im Osten des Bundesgebietes bis zum Jahr 2040 im Durchschnitt um 1,5 °C wärmer wird, die mittleren Niederschlagsmengen und -verteilungen aber unverändert bleiben. Die Temperaturerhöhung führt zu einer stärkeren Verdunstung, wodurch den Pflanzen weniger Wasser zur Verfügung steht. Eine weitere mögliche Konsequenz: Werden derzeitige Düngungsmengen und Bodenbearbeitung beibehalten, gehen der Bodenkohlenstoffvorrat und die Stickstoffauswaschung zurück.

Änderung im Ertrag

Die landwirtschaftliche Produktion wird sich erheblich verändern: So wird der Anbau von Sommergerste unter den gegebenen Annahmen künftig nicht mehr profitabel sein, so die Forscherin. Für manche Feldfrüchte (z.B. Winterweizen) ergibt sich hingegen eine Stabilisierung der Ertragsschwankungen (gemessen an der Standardabweichung). Die Ertragsschwankungen von Winterweizen vermindern sich um durchschnittlich 0,2 Tonnen Trockenmasse pro Hektar. Neben Winterweizen zählt auch die Sonnenblume zu den Gewinnern.
„Die Ergebnisse zeigen, dass im Sinne einer Risikominimierung die landwirtschaftlichen Betriebe im Marchfeld überlegen sollten, welche Kulturen sie statt Sommergerste in Zukunft anbauen werden,“ betont Strauss.

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