Änderungen bei der SVB ab 1. Jänner 2016

Überblick über alle sozialversicherungsrechtlichen Maßnahmen.

Wien, 22. Dezember 2015 (aiz.info). - Mit dem Jahreswechsel treten einige gesetzliche Regelungen im Bereich der bäuerlichen Sozialversicherung in Kraft. Das betrifft sowohl die Anhebung der Pensionen als auch des Pflegegeldes, der Höchstbeitragsgrundlage sowie die neue Selbstversicherung in der Krankenversicherung für pflegende Angehörige. Die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) hat alle Neuerungen übersichtlich zusammengefasst.

Pensionsanpassung um 1,2%

Die Pensionen mit Stichtagen vor dem 1. Jänner 2015 sowie die Ausgleichszulagen-Richtsätze werden mit 1. Jänner 2016 einheitlich um 1,2% erhöht. Auch Hinterbliebenenpensionen werden wie Eigenpensionen um 1,2% angehoben; jene, die 2015 angefallen sind, werden mit Jahresbeginn allerdings nur dann angepasst, wenn die/der Verstorbene im Jahr 2014 bereits eine Pension bezogen hat.

Absenkung des fiktiven Ausgedinges

Beziehern einer Ausgleichszulage wird üblicherweise ein "fiktives Ausgedinge" zum monatlichen Nettoeinkommen hinzugerechnet, dessen Höchstbetrag zum Jahreswechsel erneut abgesenkt wird und zwar auf maximal 13% des jeweils zur Anwendung gelangenden Ausgleichszulagen-Richtsatzes. Dadurch kommt es zu einer höheren Ausgleichszulage für bäuerliche Pensionisten mit kleinen Pensionen.

Ferner wird das Pflegegeld mit 1. Jänner in allen sieben Stufen einmalig um 2% angehoben. Eine Steigerung gibt es ebenso beim Kostenzuschuss für Psychotherapie ab 2016 - von 21,80 Euro für 60 Minuten auf 50 Euro.

Zusätzliche Erhöhung der Höchstbeitragsgrundlage

Die monatliche Höchstbeitragsgrundlage wird mit 1. Jänner 2016 in allen Sozialversicherungssystemen außertourlich zur jährlichen Aufwertung erhöht. Im bäuerlichen Bereich beträgt diese Steigerung 105 Euro, wodurch sich die monatliche Höchstbeitragsgrundlage 2016 auf 5.670 Euro beläuft.

Neue Selbstversicherung in der Krankenversicherung für pflegende Angehörige mit sozialer Schutzbedürftigkeit nach dem ASVG

Diese neue Selbstversicherung nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) bietet einen Krankenversicherungsschutz für Pflegepersonen mit sozialer Schutzbedürftigkeit, die aufgrund der intensiven Pflege eines nahen Angehörigen keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können und auch sonst keine Möglichkeit (etwa über eine Mitversicherung als Angehöriger) besteht, einen Krankenversicherungsschutz zu erlangen. Die Beiträge für diese freiwillige Versicherung übernimmt der Bund zur Gänze.

Gratis-Zahnspange für Kinder und Jugendliche bis 18

Für Kinder und Jugendliche mit schweren Zahnfehlstellungen ist seit 1. Juli 2015 die Zahnspange gratis. Voraussetzung ist, dass die Behandlung vor dem 18. Lebensjahr beginnt, diese aus medizinischen - und nicht aus rein ästhetischen - Gründen erforderlich ist und von einem Kieferorthopäden durchgeführt wird, der einen Vertrag mit den Krankenversicherungsträgern abgeschlossen hat. Für die Behandlung beim Vertragskieferorthopäden muss keine Bewilligung bei der jeweiligen Krankenkasse eingeholt werden.

Liegen die Voraussetzungen für die "Gratis-Zahnspange" nicht vor, so leistet die SVB bei Behandlungsnotwendigkeit, je nach Schwere der Zahn-/Kieferfehlstellung, einen Kostenzuschuss bis zu 694,40 Euro.
Eine Übersicht über die neuen Beitragsvorschreibungen ist im Anhang einsehbar.

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