Agrarunion Südost blickt auf gutes Geschäftsjahr zurück

Eine stabile Umsatzentwicklung und Investitionen in Richtung Präzisionslandwirtschaft prägten das Geschäftsjahr 2016

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Siegried Trummer, Justus Reichl, Josef Schilli, Johann Kropf, Peter Kaufmann, Alois Hausleitner, Josef Ober, Peter Riedl, Günther Rauch. © Agrarunion Südost
Bei der diesjährigen Generalversammlung am 21. Juni gab die Genossenschaft Agrarunion Südost ihren Mitgliedern einen Überblick über die erfolgreiche Geschäftsentwicklung im Jahr 2016. Trotz widriger Einflüsse erzielte die Genossenschaft einen stabilen Umsatz und ein positives Ergebnis. Der Fokus der Investitionen lag insbesondere auf der Bereitstellung einer modernen Infrastruktur für die Landwirte aus der Region. Diskutiert wurden im Rahmen der Generalversammlung auch aktuelle Herausforderungen wie Strukturwandel und Zukunftschancen für die Genossenschaftsform.

Einflüsse der Frostkatastrophe 2016 sowie niedrige Agrarpreise prägten das Umfeld, in dem sich die Agrarunion im Vorjahr bewegte. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich diese sehr positiv. Der Umsatz blieb mit 80,4 Mio. EUR stabil bei einem Ergebnis vor Steuern von einem Prozent der Betriebsleistung. Sehr erfreulich ist die aktuelle Eigenkapitalausstattung mit rund 73 Prozent der Bilanzsumme.
Im Geschäftsjahr 2016 investierte die Genossenschaft mehr als 2,6 Mio. EUR in moderne Instrumente für die Präzisionslandwirtschaft, wie Agrarunion-Obmann Alois Hausleitner im Rahmen der Generalversammlung erläuterte: „Wir sind stolz darauf, dass wir den Landwirten in der Region nun ein RTK-Funknetz anbieten und nun bereits unsere zweite Düngermischanlage in Grabersdorf eröffnen konnten“. Das RTK-Funknetz ermöglicht eine präzise Spurführung der Traktoren und deckt eine Fläche von rund 300 km² im Großraum Radkersburg bis Mureck ab. Aktuell wird dieses bereits zur Bewirtschaftung von ca. 800 Hektar eingesetzt. Gut angenommen werden auch die beiden Düngermischanlagen, die eine exakte und bedarfsgerechte Ausbringung der Düngemittel ermöglichen. In der diesjährigen Frühjahrssaison wurden im Auftrag von Landwirten insgesamt bereits mehr als 3.800 Tonnen Dünger gemischt.

Herausforderungen für die Zukunft

Im Rahmen der Generalversammlung wurden neben dem Geschäftsverlauf der Genossenschaft auch Herausforderungen der Zukunft diskutiert. Obmann Alois Hausleitner sprach insbesondere die Veränderungen im landwirtschaftlichen Umfeld an: „Jährlich beenden unzählige Betriebe in Österreich die Bewirtschaftung, parallel dazu steigt die Anzahl der Betriebe mit mehr als 100 Hektar massiv. Von den Betrieben, die übernommen werden, liegt der Anteil der Betriebsführer unter 35 Jahren allerdings nur bei etwas mehr als 10 Prozent. Das bedeutet, dass sich die Bedürfnisse der Landwirte ändern. Unsere Aufgabe ist es, uns auf diese bestmöglich einzustellen und unsere Kunden in das digitale Zeitalter zu begleiten. Dann haben wir in der Zukunft große Chancen.“ Das unterstrich auch Justus Reichl vom österreichischen Raiffeisenverband in seinem Gastreferat, in dem er die Bedeutung von Genossenschaften als gute Basis für solide Geschäftsmodelle und erfolgreiche Unternehmensentwicklungen in der Zukunft hervorhob und dabei auf neue Genossenschaftsgründungen im Umfeld der Globalisierung verwies.