Wien, 19. Juni 2013 (aiz.info). - Nach einem witterungsbedingt verzögerten Start der heimischen Frühkartoffelsaison konnten die Rodearbeiten mit dem Wetterumschwung wieder aufgenommen werden. Die Qualitäten sind sehr gut, die Wachstumsrissproblematik dürfte in den Hintergrund getreten sein. Auch die Erträge sind Branchenvertretern zufolge zufriedenstellend. Die Nachfrage nach den Heurigen ist gegeben, die jedoch durch die bevorstehende Hitzewelle gebremst werden könnte. Um einem zu reichlichen Angebot vorzubeugen, sollten Rodungen erst nach garantierter Abnahmezusage durchgeführt werden, rät die Landwirtschaftskammer Niederösterreich.
In Oberösterreich wird die Frühkartoffelernte erst nächste Woche beginnen. 70% der gesamten Erdäpfelfläche dürften hier aber vom Hochwasser stark beeinträchtigt worden sein. In der Steiermark verläuft die Frühkartoffelernte bislang zufriedenstellend. Durch einen hohen Fließabdeckungsanteil konnte die Vegetationsverzögerung einigermaßen eingeholt werden. Die Erzeugerpreise liegen hier bei EUR 37,- je 100 kg. Die Erzeugerpreise für Frühkartoffeln liegen in NÖ seit Wochenbeginn bei EUR 38,- bis 40,- je 100 kg. Ware aus Qualitätsprogrammen liegt dabei an der oberen Grenze.
Stockend verläuft die deutsche Frühkartoffelernte. Vor allem festschalige Knollen sind aufgrund der unpassenden Wetterverhältnisse für die Abreifeförderung noch nicht zu erwarten. Für Importware wurde die Hürde von EUR 90,- je 100 kg bereits geknackt. Wenig Ware wird auch aus Bayern angeboten, wo die Auswirkungen des Hochwassers noch nicht absehbar sind. Sorgen bereiten hier Krankheitsdruck sowie Knollengröße.