Allgemeine Viehzählung: Rinderbestand geringfügig gestiegen

Plus auch bei Schafen und Ziegen - Schweinezahlen leicht rückläufig.

Wien, 15. Februar 2016 (aiz.info). - Die "Allgemeine Viehzählung" der Statistik Austria hat zum Stichtag 1. Dezember 2015 einen Rinderbestand von 1.958.000 Stück ergeben, das sind 0,4% mehr als bei der letzten Auswertung vom 1. Juni 2015. Der Schweinebestand ist im gleichen Zeitraum um 0,8% auf 2,85 Mio. Stück zurückgegangen. Ebenfalls höhere Zahlen ergab die Zählung bei Schafen und Ziegen. Im Jahresabstand stiegen diese um 1,3% auf 354.000 Stück beziehungsweise um 8,4% auf 76.600 Stück.

Deutliche Zuwachsunterschiede in den einzelnen Altersklassen

Beim Jungvieh unter einem Jahr wurden um 0,4% mehr Tiere gezählt, insgesamt 624.000 Stück. Mit einem Plus von 4,7% (160.000 Stück) ist die Zahl der Schlachtkälber deutlicher gestiegen, während andere Kälber und Jungrinder mit 465.000 Stück um 1% unter dem letzten Wert lagen.

Der Bestand an ein- bis unter zweijährigen Tieren stieg im Halbjahresvergleich um 0,4% auf 439.000 Stück. Zuwächse konnten bei Nutz- und Zuchtkalbinnen (+1,2%) sowie Stieren und Ochsen (+0,4%) verzeichnet werden, während die Zahl der Schlachtkalbinnen (-1,4%) leicht sank.

Auch die Gruppe der Rinder mit zwei und mehr Jahren verzeichnete im Vergleich zum Juni einen Anstieg um 0,4% auf 894.000 Tiere. Den Zuwächsen bei Stieren und Ochsen (+11,9%), Schlachtkalbinnen (+9,2%) sowie Nutz- und Zuchtkalbinnen (+3,3%) standen Rückgänge bei Milchkühen (-0,1%) und anderen Kühen (-1,3%) gegenüber.

Um 1,4% weniger rinderhaltende Betriebe innerhalb eines halben Jahres

Die Zahl der am Stichtag Rinder haltenden Betriebe sank innerhalb der letzten sechs Monate um 1,4% auf 61.800, die durchschnittliche Bestandsdichte belief sich somit auf rund 32 Rinder je Betrieb.

Mehr schwerere Mastschweine, Jungsauen und Zuchteber

Die Zahl der Ferkel und Jungschweine sank um 1,9% auf 1,43 Mio. Stück, während jene der Mastschweine um 0,2% auf 1,17 Mio. anstieg. Der Bestand an Zuchtschweinen erhöhte sich zeitgleich um 1,1% auf 250.000 Tiere. Sowohl die Zahl der Ferkel (-1,4% auf 683.000 Stück) als auch der Jungschweine (-2,4% auf 744.000 Stück) lag unter dem Ergebnis des Vorjahres.

Bei den Mastschweinen wurde ein leichter Rückgang der unter 110 kg schweren Tiere (-0,7% auf 1,04 Mio. Stück) verzeichnet, während der Bestand an zumindest 110 kg schweren Tieren (+8,1% auf 125.000 Stück) deutlich zulegte. In der Gruppe der Zuchtschweine gab es einen Anstieg an Jungsauen (+6,5% auf 48.300 Stück), die Zahl der älteren Sauen (-0,1% auf 197.000 Stück) blieb hingegen nahezu unverändert. Die Zahl der Zuchteber erhöhte sich um 1,8% auf 4.700 Stück.

Der Anteil der in der Schweinehaltung maßgeblichen Bundesländer Oberösterreich, Steiermark und Niederösterreich verringerte sich geringfügig auf 92,9% des Gesamtbestands (2014: 93,3%).