AMA: Österreichische Getreideernte steigt heuer auf 3,38 Mio. t

Höchster Durchschnittsertrag bei Wintergerste erzielt.

Wien, 29. September 2016 (aiz.info). - Die endgültige Getreideertrags-Erhebung der Agrarmarkt Austria bestätigt die hohen Prognosewerte der AMA vom August. Durch ausreichende Niederschläge sowie mäßige Temperaturen im Frühjahr und Sommer konnten bei allen Getreidearten gute Erträge erzielt werden. Wintergerste hatte wie so oft den höchsten Durchschnittsertrag pro ha im Bundesgebiet (65,9 dt gegenüber 59,9 dt im Vorjahr), knapp gefolgt von der flächenmäßig bedeutendsten Getreideart, dem Weichweizen mit 65,2 dt (Vorjahr 59,1 dt). In den niederschlagsreichen Bundesländern Oberösterreich (69,7 dt) und Steiermark (75,2 dt) wurden noch deutlich bessere Werte erreicht.

Den endgültigen AMA-Zahlen zufolge wurden bei Roggen ebenfalls höhere Durchschnittserträge pro ha (50,5 dt) als im Vorjahr (43,3 dt) erzielt, wodurch heuer in Österreich trotz der Flächenreduktion mehr Roggen als 2015 zur Verfügung steht. Sommergerste lag im Ertrag (53,2 dt) auch über dem Vorjahr (49,2 dt), jedoch ist der allgemein bekannte Ertragsvorteil der Wintergerste in diesem gut mit Niederschlägen versorgten Getreidejahr besonders deutlich geworden.

Eine Enttäuschung für die Landwirte brachte der Ölraps. Seine vielversprechende gute Entwicklung während der gesamten Vegetationszeit und die hängenden Bestände ließen hohe Erträge über 40 dt/ha erwarten, jedoch schadete der Spätfrost Ende April den gerade blühenden Rapspflanzen, was schließlich nur einen mittleren Durchschnitt von 35,8 dt ermöglichte.

Aus den genannten Durchschnittserträgen errechnete die AMA bei Hartweizen eine österreichische Gesamternte von rund 124.000 t und bei Weichweizen 1,792 Mio. t. Die Roggenernte wird auf knapp 189.000 t veranschlagt, bei Wintergerste beträgt die Gesamtmenge 587.000 t, bei Sommergerste 273.000 t. Dazu kommen noch knapp 95.000 t Hafer und 322.000 t Triticale, was in Summe eine heimische Getreideernte (ohne Mais) von 3,38 Mio. t ergibt und einem Plus von 10% entspricht.