Sorghum – ideal für trockene Bedingungen

Sorghum ist eine leistungsfähige und robuste Kulturpflanze und bietet sich als ertragskräftige Alternative zu Mais an. Hier finden Sie starke Sorten für den Körnersorghum-Anbau sowie für Silagezwecke.

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© Die Saat
Sorghum ist wärmebedürftig. Daher sollte der Anbau von Sorghum erst bei einer Bodentemperatur von mindestens 12° C erfolgen. Die Empfehlung ist ein Anbau in Einzelkornsaat, um einen gleichmäßigen Aufgang sowie Bestand zu etablieren. Dadurch ist eine gute Unkrautbehandlung möglich. Das Feld sollte im Frühjahr, in der relativ langen Zeit bis zum Anbau, mechanisch unkrautfrei gehalten werden, da Sorghum aufgrund der langsamen Jugendentwicklung eine schlechte Unkrautunterdrückung besitzt.

Körnersorghum: Die Mais-Alternative

Körnersorghum ist bezüglich Menge und Nährstoffgehalt eine gute Alternative zu Mais. Vor allem weißkörnige Sorten wie Brigga bringen in der Fütterung Vorteile: Alle weißschaligen Sorten sind tanninfrei, das heißt: Sie enthalten keine Bitterstoffe und sind von daher bei allen Tierarten uneingeschränkt einsetzbar. Ein sehr hohes Ertragspotenzial bei späterer Reife besitzt ES Alize. Neu im Körnersorghum-Sortiment ist die Sorte Armorik, die neben einer hohen Kornertragsleistung mit guter Standfestigkeit auf sich aufmerksam macht. Wo es um Frühreife geht, sollte die Sorte Iggloo angebaut werden. Sie benötigt nur eine sehr kurze Vegetationszeit bis zur Reife.

Sortenüberblick nach der Reife

  • Iggloo, Reifezahl ca. 270
  • Armorik, Reifezahl ca. 330
  • Brigga, Reifezahl ca. 350
  • ES Alize, Reifezahl ca. 390

Saatgut für eine Sorghum-Silage

Bei der Ganzpflanzensilage ist Sorghum die erste Alternative zum Silomais, denn Sorghum kann mit den hohen Masseerträgen von Silomais mithalten. Im Energiegehalt liegt die Sorghumsilage dabei um 10 – 15 % unter dem Silomais, je nachdem wie hoch der Rispenanteil bei den Sorghumpflanzen ausgebildet ist. Neue, hochertragreiche Silosorten wie Aristos liefern zuverlässig hohe Erträge und füllen den Silo auch in trockenen Jahren.

Sorghum liebt trockenere Bedingungen, da aber viele Silomaisbetriebe im Feuchtgebiet liegen, kann dies zu Problemen mit der Standfestigkeit von extrem hochwüchsigen Sorghum-Typen führen. Für diese Betriebe hat Die Saat die Sorte ES Harmattan entwickelt. Dabei handelt es sich um eine etwas kurzwüchsigere Sorte mit sehr guter Standfestigkeit, die auch für feuchtere Lagen geeignet ist. Die hohen Masseerträge, wie die der Sorte Aristos, werden zwar nicht erreicht, aber aufgrund der sehr guten und frühen Rispenausbildung liefert ES Harmattan eine energiereiche Silage. Die Sorte Nutri Honey ist um einiges feinstängeliger als die bereits genannten Silosorghum-Sorten. Neben der Nutzung als Silage ist Nutri Honey auch als Grünfutter einsetzbar. Hier aber bitte auf eine Wuchshöhe der Pflanze von über 60 cm achten, damit der Gehalt an Blausäure gering ausfällt! Unter passenden Wetterbedingungen kann diese Sorte auch als Zweitfrucht angebaut werden.

Aussaatstärke Körnersorghum

Eine Anbaustärke von 25 – 30 Körnern/m² ist bei allen Die Saat-Körner- Sorghumsorten von Vorteil.

Aussaatstärke Silo-Sorghum

Aufgrund der unterschiedlichen Bestockungsfähigkeit der Sorten ist folgende Anbauempfehlung von Vorteil:
  • Aristos: (18) 20 - 25 Körner/m²
  • ES Harmattan: 25 - 30 Körner/m²
  • Nutri Honey: 40 - 50 Körner/m²

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