In wenigen Schritten zum perfekten Rasen

Der Frühling ist die beste Zeit um neue Rasenflächen anzulegen. Bereits im April kann mit den notwendigen Vorbereitungen begonnen werden. Wir zeigen Schritt für Schritt den Weg zur Anlage und Pflege des Rasens.

Wie der Rasen wachsen wird, entscheidet sich oftmals schon beim Anlegen. Im April/Mai sind die Bedingungen für die Aussaat ideal. Die Temperaturen sind mild und der Boden ist bereits erwärmt – das ermöglicht eine gleichmäßige Keimung der Grassamen. Schon Anfang April kann mit der Vorbereitung des Bodens begonnen werden. Wir zeigen Ihnen wie Sie einen perfekten Rasen erhalten.

Schritt 1: Die Bodenvorbereitung

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Abb. 1  
Im Idealfall wurde der Mutterboden – er stammt zumeist vom Aushub – schon im Herbst gleichmäßig verteilt. Über den Winter hatte er Zeit, sich zu setzen, damit die lockeren Erdbrocken wieder ein Ganzes bilden.

Im Frühjahr (März/April) wird die als Rasen geplante Fläche mit einem Spaten umgestochen. Besser ist es, den Boden mit einem Kultivator flach aufzureißen. Damit kann der Boden schonend gelockert werden ohne die natürliche Schichtung durcheinanderzubringen. (Abb. 1)

Ist der Boden zu schwer (tonig oder lehmig) wird er durch die Einarbeitung von Sand und Torf luft- und wasserdurchlässiger gemacht. Bei sehr sandigen Böden, die schnell austrocknen, ist die Zugabe von Torf und Kompost zur Verbesserung der Bodenstruktur sinnvoll.

Viele Böden sind zu sauer und sollten vor der Aussaat mit Kalk behandelt werden. Ein pH-Test stellt den pH-Wert (Säuregrad) fest und erleichtert die Dosierung. Liegt der pH-Wert des Gartenbodens unter 5,5, wird Gartendüngekalk zugegeben.


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Abb. 2  
Danach wird die Fläche mit dem Rechen gleichmäßig eingeebnet (Abb. 2). Dem Boden sollte man jetzt ein paar Wochen Zeit geben um sich zu setzen.

Schritt 2: Das Feinplanieren

Kurz vor dem geplanten Saattermin (April bis Juni) wird für die optimale feinkrümelige Struktur des Saatbetts der Boden mit einer mechanischen Gartenfräse bearbeitet. Anschließend ebnet man die Fläche mit einem Rasenrechen ein. Mit Hilfe einer Holzlatte kann man Unebenheiten ausgleichen.

Schritt 3: Die Aussaat

Die beste Zeit für die Aussaat ist April bis Mitte Juni und Mitte August bis Anfang Oktober. Die heiße, trockene Zeit des Hochsommers sollte vermieden werden. Je nach Verwendungszweck (z.B. Zier-, Gebrauchs- oder Schattenrasen) kommt die optimal abgestimmte Rasenmischung zur Verwendung.
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Abb. 3  

Vor der Aussaat empfiehlt sich das Ausbringen von Immergrün Rasenstartdünger. Das beste Hilfsmittel, um die Saat zu verteilen, ist der Streuwagen (Abb. 3). Je gleichmäßiger das Saatgut verteilt wird, desto gleichmäßiger wird später auch der Rasen. Führen Sie die Aussaat an einem windstillen Tag durch, damit Sie die Samen gezielt ausbringen können.

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© Abb. 4
Nach der Aussaat wird das Rasensaatgut mit dem Rechen oder der Sternradwalze max. 1 cm in den Boden eingebracht. Anschließend wird die Fläche mit Trittbrettern oder einer Walze (Abb. 4) geglättet. Gehen Sie behutsam vor, da Sie sonst zu sehr verdichten; das führt dazu, dass die Bewässerung nicht gut in den Boden absickern kann und die Samen fortschwemmt.

Schritt 4: Die erste Pflege

Besonders in den ersten drei Wochen nach der Aussaat ist gleichmäßige Feuchtigkeit lebenswichtig. Hat die Keimung begonnen, darf der Boden nicht mehr austrocknen. Wichtig ist eine Beregnung mit sehr feinen Tropfen, da sonst die jungen Pflänzchen fortgespült werden könnten.

Der erste Schnitt wird am besten bei einer Halmhöhe von 7 – 10 cm bei bedecktem Himmel vorgenommen, die Schnitthöhe sollte dabei 5 cm betragen.

Das Mähen

Jede Graspflanze will von Natur aus viel Blattmasse bilden, damit sie über die Blätter genug Energie aufbauen kann, um später zu Blüte und Fruchtbildung zu gelangen. Wird sie daran gehindert, beispielsweise durch Abschneiden eines Teils ihrer Blätter, so versucht sie, durch Bildung neuer Seitentriebe mit neuen Blättern den erlittenen Verlust wieder auszugleichen. Diese Reaktion macht man sich beim Mähen zunutze.

Wichtig beim Mähen:
  • Immer gleichbleibend hoch schneiden
  • Immer regelmäßig mähen
  • Nie tiefer schneiden als bis zur momentanen Hälfte der Wuchshöhe, auch wenn einmal ein Mähtermin ausgefallen ist
  • In der Sommerhitze etwas weniger oft mähen
  • Schnittgut immer vom Rasen entfernen
Eine Schnitthöhe von 3,5 bis 5 cm ist empfehlenswert.

Düngen

Ein gesunder Rasen "produziert" im Laufe eines Jahres pro Quadratmeter 6 bis 10 kg Gras. Die Gräser entziehen dem Boden laufend Nährstoffe und laugen ihn aus. Führt man dem Boden keine Nährstoffe zu, stoppt das Wachstum, es entstehen Kahlstellen und der Rasen verkümmert, verunkrautet und vermoost.

Um den Rasen kräftig, schön und gesund zu halten, muss man regelmäßig düngen. Es empfiehlt sich daher zwei bis drei Mal im Jahr ein Langzeitdünger (z.B. Immergrün Rasendünger). Diese Rasendünger mit Langzeitwirkung haben den Vorteil, dass Stickstoff nur langsam an die Gräser abgegeben wird und es daher zu keinem Stoßwachstum kommt.

Düngt man in einer Trockenperiode, so sollte der Rasen vor dem Streuen bewässert werden, damit der Boden wurzeltief durchfeuchtet wird.

Um eine Über- oder Unterdosierung zu vermeiden, sollte man sich unbedingt an die Gebrauchsanweisung der Verpackung halten.

Beregnen

Ein gepflegter, dichter, belastbarer Rasen bleibt ohne eine gezielte, systematische Bewässerung ein Traum. Daher sollte man:
  • beregnen, bevor der Boden völlig ausgetrocknet ist
  • langsam und mit feinen Tropfen beregnen
  • gründlich bewässern, damit die Feuchtigkeit tief genug eindringen kann
  • abends oder in der Früh beregnen
  • aufgrund der gleichmäßigen Verteilung besser einen Regner als einen Gartenschlauch verwenden

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