Anstieg der heimischen Inflation im August auf 2,1%

Freizeit und Kultur bleiben Hauptpreistreiber - Nahrungsmittel um 2,6% teurer.

Wien, 18. September 2017 (aiz.info). - Die Inflationsrate für August 2017 belief sich nach Berechnungen der Statistik Austria auf 2,1% - im Juli lag sie noch bei +2,0%. Ausschlaggebend für diesen Anstieg war ein Preisschub bei Treibstoffen. Hauptpreistreiber blieben, wie bereits im Vormonat, die Ausgaben für Freizeit und Kultur, gefolgt von jenen für Verkehr, Bewirtungsdienstleistungen, Nahrungsmitteln und Mieten. Ohne Ausgaben für Freizeit, Kultur und Verkehr hätte die Inflation 1,4% betragen.

Die Ausgabengruppe "Freizeit und Kultur" verteuerte sich im Jahresabstand um 3,3%. Hauptverantwortlich dafür waren Pauschalreisen mit einem Preisplus von 4,9%, Freizeit- und Kulturdienstleistungen wurden um 2,0% teurer, die Anschaffung von Geräten für Audiovision, Fotografie und Datenverarbeitung wurde um 5,3% kostspieliger.

Beim "Verkehr" stiegen die Preise durchschnittlich um 2,5%. Die Teuerungsrate für Treibstoff betrug 4,0% (im Juli betrug der Anstieg noch 1,0%). Flugtickets ins Ausland verteuerten sich um 19,5%, Reparaturen privater Verkehrsmittel um 1,5%.

Bei "Restaurants und Hotels" betrug die Ausgabenerhöhung 2,9%, was überwiegend auf teurere Bewirtungsdienstleistungen (+3,1%) zurückzuführen ist, Beherbergungsdienstleistungen kosteten um 1,7% mehr.

Die Kosten für "Wohnung, Wasser, Energie" stiegen durchschnittlich um 1,6%. Mieten erhöhten sich um 4,1%, die Instandhaltung von Wohnungen um 1,7%. Haushaltsenergie verbilligte sich hingegen um 1,3%. Ausschlaggebend für diesen Rückgang waren die um 5,5% niedrigeren Strompreise. Gas verbilligte sich um 1,3%, Heizöl wurde dagegen um 7,0% teurer, feste Brennstoffe um 2,2% und Fernwärme um 2,1%.

Lebensmittel kosten um 2,6% mehr

"Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" kosteten um 2,5% mehr. Dabei erfuhren Lebensmittel einen Preisschub von 2,6% (Milch, Käse und Eier +4,9%; Öle und Fette +17,1%, davon Butter +38,4%; Fleisch +1,5%; Fisch +9,6%; Brot und Getreideerzeugnisse +1,6%; Gemüse +0,4%, jedoch Obst -1,3%). Alkoholfreie Getränke kosteten um 1,7% mehr.

Täglicher und wöchentlicher Einkauf deutlich teurer geworden

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen und den Kaffee im Kaffeehaus enthält sowie den täglichen Einkauf repräsentiert, erhöhte sich im Jahresabstand um 4,1% (Juli +3,9%). Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln sowie Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresabstand um 3,0% (Juli +2,5%).

Die auf europäischer Ebene harmonisierte Inflationsrate betrug im August 2017 in Österreich 2,1% (Juli +2,0%). Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag bei 1,5%, gegenüber 1,3% im Vormonat. Ein Jahr zuvor hatte sie 0,2% betragen.