ARGE Rind mit Umsatzsteigerung von 5,4% im Vorjahr

Schlachtrindervermarktung in Qualitätsprogrammen steigt - Einstellerproduktion sinkt.

Linz, 11. Juli 2016 (aiz.info). - Die Erzeugergemeinschaft der ARGE Rind konnte 2015 ihre Vermarktungsmengen auf über 282.000 Stück Schlacht- und Lebendrinder erhöhen, der Gesamtumsatz ist damit um 5,4% auf 255 Mio. Euro gestiegen. In der Preisentwicklung war im Vorjahr in allen Rindersparten ein leichtes Plus zu verbuchen, teilte Geschäftsführer Rudolf Rogl bei der Generalversammlung am 7. Juli 2016 in der LK Niederösterreich mit.

Dabei wurden 67% der Schlachtrinder über die Qualitätsprogramme Bio, AMA-Gütesiegel inklusive Regionalprogramme sowie M-Rind vermarktet - Tendenz weiter steigend. Der sich daraus ergebende Mehrerlös für die Landwirte machte im Schnitt 120 Euro je vermarktetem Tier aus. Im Lebendrindabsatz verzeichnete die Nutzkälbervermittlung ein Plus von 12,5%. Rückläufig ist hingegen die Einstellerproduktion aufgrund verringerter Mutterkuhbestände durch den Wegfall der Mutterkuhprämie. So sank die Zahl der vermarkteten Einsteller im Vergleich zu 2014 um 5,4%.

Vorschau für 2016 ist vorsichtig stabil

Heuer konnten die Preiserwartungen laut Rogl bis dato nicht erreicht werden. Vielmehr gab es spürbare Preisrückgänge bei den Schlachtrinderpreisen. Seit Ende April ist die ARGE Rind auch als Abwicklungsstelle für das Qplus-Programm zur Qualitätsverbesserung in der Rindermast und Mutterkuhhaltung anerkannt. "Mit der Umsetzung des Programmes gilt es, die Rindfleischqualität weiter zu steigern und damit auch die Erlöse für die Rinderbauern zu verbessern", so der Geschäftsführer.

Ergebnisse "Strategischer Leitfaden zur Rindfleischerzeugung und -vermarktung 2020"

Den Schwerpunkt der Generalversammlung bildete die Präsentation des Rindfleisch-Strategieentwicklungsprozesses. In sieben Workshops mit allen Partnern entlang der Wertschöpfungskette waren im Vorjahr Fragen über die Zukunft der Rindfleischproduktion und Vermarktung in Österreich debattiert und daraus ein strategischer Leitfaden, basierend auf den Säulen "Zukunft der bäuerlichen Rindfleischproduktion - Qualität - Kommunikation - Markt" mit entsprechenden Zielen, verfasst worden. Die Umsetzung wesentlicher Punkte wurde laut ARGE Rind-Obmann Josef Fradler bereits aktiv in Angriff genommen, etwa durch eine gemeinsame Kommunikation, Werbe- und Imageaktivitäten die bessere Vernetzung vom Landwirt bis hin zum Lebensmittelhandel zu erreichen, das "Tierwohl" als bedeutendes Thema herauszustreichen oder Traditionen wie die gute alte Österreichische Rindfleischküche zu erhalten.