Forstliche Maßnahmen im Frühjahr

Nach einer Nutzung ist eine möglichst baldige Aufforstung der Forstpflanzen empfehlenswert.

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© Agrarfoto
Im Frühjahr werden häufig Aufforstungen durchgeführt. Gerade bei dieser Maßnahme können viele Fehler gemacht werden.

Auf die Herkunft der Pflanzen achten

Die Herkunft der Pflanze ist sehr wichtig. Hier wird ein Grundstein für einen Erfolg der Aufforstung gelegt. Wichtig ist nicht nur das Wuchsgebiet, sondern auch die Höhenstufe, in der die Pflanze heimisch ist. Das ist deshalb von großer Bedeutung, da sich Pflanzen generationenlang der Umgebung angepasst haben. Beim Kauf in einer Forstbaumschule sollte immer nach diesen Punkten gefragt werden.

Behandlung der Pflanze bei Transport und Setzen

Forstpflanzen kommen frisch aus der Erde der Forstbaumschule. Junge Wurzeln sind gegen Wind sehr empfindlich. Wurzeln sollten beim Transport und auf der Aufforstungsfläche gegen Wind und Sonne geschützt werden, da es sonst zum Absterben der Wurzeln und zu einem schlechten Anwachsen der Pflanze kommen kann. Handelt es sich um größere Aufforstungsflächen, müssen Pflanzen vorübergehend eingeschlagen (Bedecken der Wurzeln mit Erde) werden.

Auf die richtige Setztechnik achten

Große Fehler können bei der Setztechnik gemacht werden. Es gibt verschiedene Setzverfahren, die sich je nach Größe der einzelnen Setzlinge und dem Standort unterscheiden.

Die Winkelpflanzung mit einer Wiedehopf- bzw. Kreuzhaue wird gerade bei kleineren Forstsetzlingen gerne verwendet. Sie ist nicht für Tiefwurzler, große Laubhölzer oder Ballenpflanzen zu verwenden. Hier eignet sich am besten die sogenannte Lochpflanzung. Wichtig ist, dass die Wurzeln beim Versetzen ausreichend Platz bekommen. Das „Hineinzwängen“ in den Boden führt zu Wurzelstauchungen oder Verkrümmungen der Wurzel. Fehler sind erst nach Jahren bemerkbar, wenn Pflanzen einfach umfallen.

Als Richtsatz gilt: Das Pflanzenloch immer der Wurzel anpassen und nicht umgekehrt.

Bei Aufforstungen mit Weide oder Pappel, vor allem bei Energiewaldanlagen, werden gerne Stecklinge verwendet. Diese sollen ca. 25 cm lang und ca. 1 cm dick sein und können aus den einjährigen Trieben verwendet werden. Sie sollten bodengleich eingesteckt werden.

Pflegemaßnahmen in Aufforstungen

Gerade in den ersten Jahren nach der Aufforstung sollte eine intensive Pflege durchgeführt werden. Maßnahmen, die hier verabsäumt werden, können nie wieder nachgeholt werden.

Die regelmäßige Kontrolle der Aufforstung ist einer der wichtigsten Punkte.
  • Nachsetzen von ausgefallenen Pflanzen, die Unkrautbekämpfung und eventuelle Wildschutzmaßnahmen sind dabei oft erforderlich.
  • Auch können bei Naturverjüngungen unerwünschte Baumarten frühzeitig und ohne Probleme entfernt werden.
  • Der Formschnitt bringt gerade beim Laubholz durch eine einfache Maßnahme häufig viel Erfolg und ist leicht durchführbar. Auch ein Kalamitätsproblem (Rüsselkäfer) kann man durch eine regelmäßige Kontrolle früh erkennen und darauf reagieren.

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Autor:
Florian Fellinger, RWA