Auftakt der diesjährigen Gänsesaison im Burgenland

Weidegänse sind auch hervorragende Wiesenpfleger.

Eisenstadt, 10. Oktober 2016 (aiz.info). - Das vor 14 Jahren gestartete burgenländische Weidegansprojekt hat sich gut entwickelt. Gegenwärtig werden rund 5.000 Weidegänse auf den Wiesen und Weiden des Bundeslandes gehalten. Der Gesamtbestand liegt bei etwa 7.500. "Die Tiere weiden frisches Gras und durch eine natürliche und tiergerechte Haltung können sie zu köstlichen Martini-Gänsen heranwachsen", erklärt Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Stefan Hautzinger zum Auftakt der diesjährigen Gänsesaison. Nach einer behutsamen Aufzucht der Küken am Betrieb dürfen diese für ungefähr 26 Wochen auf die grünen und saftigen Wiesen sowie Weiden.

Nach sechs Wochen haben sie Federn und sind damit auch widerstandsfähig gegen schlechtes Wetter. Die Weidehaltung ist Voraussetzung für das typische dunkle, zarte, schmackhafte und feinfasrige Fleisch der Gänse. Sie sind dadurch um einiges fettärmer als ihre Artgenossen aus Intensivmastbetrieben.

"Ein Vorteil der Weidehaltung ist auch, dass Wiesenflächen, die früher kaum bewirtschaftet wurden, durch eine extensive Nutzung gepflegt werden. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass die wunderschönen Landschaften des Burgenlandes erhalten bleiben. Wer seine Martinigans von einem heimischen Halter kauft, kann sicher sein, hochqualitatives Fleisch zu essen, welches von Tieren kommt, die nach den höchsten Tierschutzregeln aufwachsen konnten. Außerdem bleibt die Wertschöpfung im Land", so Hautzinger abschließend.