Ausgewogene Verhältnisse am heimischen Kartoffelmarkt

Niederschläge verbessern Rodebedingungen - Hektarerträge bleiben schwach

Wien, 26. August 2015 (aiz.info). - Die gut ausgeglichenen Verhältnisse am österreichischen Kartoffelmarkt setzen sich auch diese Woche fort. Die Niederschläge in der Vorwoche haben die Rodebedingungen zwar verbessert, an der Grundsituation der schwachen Hektarerträge bei den Hauptsorten und dem hohen Anteil an kleinfallender Ware ändert dies jedoch kaum mehr etwas. Die verfügbaren Mengen sind zuletzt zwar angestiegen, von einem Angebotsdruck ist man derzeit aber meilenweit entfernt, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit.

Der Inlandsmarkt zeigt sich ferienbedingt noch ruhig. Mit dem bevorstehenden Schulbeginn und den anstehenden Aktionen im LEH dürfte der Absatz aber entsprechend anziehen. Die Erzeugerpreise liegen in Niederösterreich stabil bei 20 bis 22 Euro je 100 kg. Aus der Steiermark wurden unverändert 18 bis 23 Euro gemeldet und in Oberösterreich werden weiterhin bis zu 25 Euro je 100 kg bezahlt.

In Deutschland hat sich die Marktlage nach dem Preisrückgang Anfang August wieder deutlich entspannt. Die Überschüsse der letzten Wochen konnten mittlerweile wieder abgebaut werden und die anstehende Haupternte dürfte sich ertragsmäßig in normalen Umfang abspielen. Der Preisdruck vom LEH hat bereits nachgelassen. Die Erzeugerpreise lagen zuletzt im bundesweiten Durchschnitt mit 20 bis 22 Euro je 100 kg auf österreichischem Niveau.