Bauerngarten anlegen

Im Bauerngarten werden Gemüse und Kräuter mit Blumen, Sträuchern sowie Obstpflanzen kombiniert. Großen Wert wird auf Natürlichkeit und geometrische Formen gelegt. Kunstdünger und Insektizide sind verpönt.

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Gemüsebeete und ein buntes Blütenmeer machen einen Bauerngarten aus © RWA
Wer einmal selbst geerntetes Gemüse und Obst gegessen hat, möchte es nicht mehr missen. Ein Salat, frisch gepflückt und sofort zubereitet, schmeckt einfach köstlich. Nicht nur Salate, auch anderes Gemüse und Obst werden im Bauerngarten gerne angebaut und geerntet. Frischer und gesünder geht es nicht.

Bauerngarten wie zu Großmutters Zeiten

Gemüsepflanze rankt am Gartenzaun[1435738662791488.jpg]
Nützen Sie den Gartenzaun und lassen Sie Gemüse raufranken © RWA
Ursprünglich wurde der Naturgarten auf einer umzäunten Ackerfläche in der Nähe des Bauernhauses angelegt. Der Bauerngarten ist häufig durch eine geometrische Struktur geprägt. Die Beete sind meistens quadratisch oder rechteckig angelegt. Zwischen den einzelnen Beeten befinden sich Gehwege. Bei 4 angelegten Beeten könnte z.B. im Kreuzungsbereich ein quadratisches oder rundes Beet mit einem Rosenbäumchen oder Obstbaum ein besonderer Blickfang sein.

Die Lage des Bauerngartens ist besonders wichtig. Viele Pflanzen benötigen Vollsonne. Früher pflanzte man hauptsächlich Gemüse und Kräuter an. Üppig blühende Blumenrabatte sowie die Umrandung mit Buchsbäumchen, Lavendel oder Rabattblumen kamen erst viel später.

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Typische Pflanzen

Blühende Rose[143583739281122.jpg]
Ein Schnitt im Sommer fördert die Blütenbildung © RWA
Im ersten Jahr kommen ins Gemüsebeet die sogenannten Starkzehrer (Tomate, Paprika, Zucchini, Kohl, Kraut, Sellerie, Brokkoli). Im darauffolgendem Jahr die Mittelzehrer (Karotte, Radieschen, Spinat, Zwiebel, Kohlrabi) und im dritten Jahr die Schwachzehrer (Bohne, Erbse, Salat). In der nächsten Saison werden nur Gründüngungspflanzen (Gelbsenf, Phacelia, Lupine, Gründüngungsmischung) angebaut. So kann sich das Beet gut erholen. Die verschiedenen Anbauphasen machen die Pflanzen stark gegen Schädlinge und wirken der Bodenermüdung entgegen.

Mehrjährige Stauden (Tränendes Herz, Pfingstrose, Fingerhut, Margerite, Bauernhortensie) mit einjährigen Stauden (Ringel-, Sonnen- oder Kornblume) kombiniert beleben das Blumenbeet. Zwiebelpflanzen (Krokus, Narzisse, Tulpe) leiten den Frühling ein und sollten im Herbst eingegraben werden. Reichblühende Strauchrosen gehören einfach in jeden Bauerngarten. Mit Rosenkugeln setzen Sie Ihre Rosen im Garten ganz besonders in Szene.

Tipps für die Bepflanzung

Geschickt gepflanzt können Sie die Pflanzen von Schädlingen fernhalten. Setzen Sie Karotten neben Zwiebeln. Das vertreibt die Karotten- und Zwiebelfliege. Durch den intensiven Geruch der Kapuzinerkresse sollen Blatt- und Blutläuse von Obstbäumen und Paradeisern fernbleiben. Zu den Geschmacksverbesserern zählen Petersilie oder Dille. Petersilie zu den Paradeisern gepflanzt verbessert das Aroma. Durch die Dille wird der Geschmack von Gurken und Erbsen erhöht. Vergissmeinnicht schützt den Bodenbereich von Himbeeren gegen den Himbeerkäfer.

Gehwege anlegen

Kiesweg zwischen den Pflanzen[143584761200432.jpg]
Ein Kiesweg ist ganz leicht anzulegen © RWA
Die Wege zwischen den Beeten sollten breit genug sein, damit man bequem durchgehen und arbeiten kann. Rindenmulch auf Wegen verstreut ist die günstigste und schnellste Lösung. Besonders attraktiv sind Kieswege oder einzeln verlegte Platten. Sehr schön sind auch Rasenwege, bedeuten aber mehr Arbeit. In größeren Bauerngärten kann man auch Klinker oder Natursteine verlegen.

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