Welche Zwischenfruchtmischungen für Bio-Betriebe?

Das Erntejahr 2017 war ein Jahr der Extreme. Genau darum ist es wichtig, auf Zwischenfruchtmischungen und Getreidesorten zu setzen, die den Ansprüchen der biologischen Landwirtschaft gerecht werden.

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© RWA
Für die Bodenstabilisierung nach einer mechanischen Lockerung ist folgendes bei Zwischenfruchtmischungen zu berücksichtigen:
  • Senf und Ölrettich durchwurzeln schnell, jedoch nicht dauerhaft
  • Phazelie und Klee durchwurzeln langsam, aber intensiv.
  • Ackerbohne, Lupine und Wicke (grobkörnige Leguminosen) verbinden mit ihrem groben, tiefen Wurzelwerk gut den Ober- und Unterboden.
  • Sonnenblume und Mungo bilden nur ein sehr grobes und seichtes Wurzelwerk und unterdrücken durch die großen Blätter schwächere Arten.

Darauf sollte man achten

Je mehr Partner eine Mischung aufweist, desto weniger negative Effekte können auftreten. Durch die bessere Durchwurzelung (Tiefe und Breite) entsteht auch eine bessere mikrobielle Tätigkeit. Werden nur 2 Partner verwendet, kann dies negative Wirkung haben, wie bei Senf und Kresse. Es besteht aber ebenso die Möglichkeit, dass es funktioniert, wie bei Phazelie und Klee. Werden die Pflanzen bei Beginn der Blüte fein zerkleinert und seicht eingearbeitet, stehen diese Nährstoffe rasch zur Verfügung. Verholzen sie und werden tiefer eingearbeitet, stehen diese Nährstoffe erst ab der 2. Nachfrucht zur Verfügung.

Allerdings muss auch oberflächig die Mischung abgestimmt sein. Die Mischungspartner müssen gleichmäßig konkurrenzstark sein und eine ausreichende Standfestigkeit aufweisen, um eine Verunkrautung zu vermeiden. Deshalb raten wir dringend davon ab, die empfohlenen Saatstärken zu erhöhen.

Unsere Empfehlung für die Bio-Getreidewahl

Neben Pflanzengesundheit und Unkrautunterdrückung spielen bei der Sortenwahl vor allem die Bodenbedingungen eine zentrale Rolle. Auf einem sandigen Boden wird das Wasser immer der begrenzende Faktor sein, deshalb sind hier nur frühreife Sorten mit kräftigem Wurzelwachstum zu bevorzugen. Auf schwereren, feuchteren Standorten wird eher mit etwas spätreiferen Sorten das Ertrags- und Qualitätsmaximun ausgeschöpft. Deshalb benötigen Bio-Bauern besondere Sorten. Die Saat empfiehlt daher:

Wintergerste: Die frühreife, gesunde zweizeilige SANDRA liefert hohe Marktwarenerträge und besitzt große Körner. Sie eignet sich besonders für gute Böden. Auf schwachen Böden ist die mehrzeilige KWS MERIDIAN ein starker Ertragsbringer.

Winterweizen: Für gute Standorte ist BERNSTEIN die Nummer 1. Hohe Erträge und Qualitäten sowie Standfestigkeit kombiniert mit hervorragender Pflanzengesundheit zeichnen diese Sorte aus. Auf schwachen Standorten zeigt die österreichische Sorte EHOGOLD (viel Wurzelmasse) ähnlich gute Eigenschaften. Als Universalsorte für alle Lagen und Standorte ist der beliebte ENERGO empfehlenswert.

Winterroggen: CONDUCT empfehlen wir als altbewährte Sorte, die allen Standorten entspricht.

Wintertriticale: Mit der auswuchsfesten Sorte MUNGIS und der neuen winterharten Sorte BOROWIK wird jeder Bedarf gedeckt.

So finden Sie Ihre Bio-Mischung

Unter Berücksichtigung all dieser Kriterien hat die Lagerhaus-Saatgutmarke Die Saat mehrere Bio-Mischungen mit dem Pluss für den biologischen Anbau zusammengestellt.

Details zu den einzelnen Mischungen finden Sie im aktuellen „Ackergrünfolder“ und auf Die Saat.

Fragen Sie Ihren Fachberater

Haben Sie weitere Fragen zu Getreide für Bio-Betriebe? Dann wenden Sie sich einfach an Ihren Fachberater im nächsten Lagerhaus.

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