Bio-Getreide im Jahr 2015

Die Bio-Getreide-Ernte präsentierte sich 2015 insgesamt leicht unterdurchschnittlich. Trotz Hitze und Trockenheit brachte Soja im Herbst zufriedenstellende Erträge.

Bio-Getreide: Bio-Soja mit guten ErträgenBio-Getreide: Bio-Soja mit guten ErträgenBio-Getreide: Bio-Soja mit guten Erträgen[1455709633396467.jpg]
© agrarfoto.com
Gebietsweise stark unterschiedlich waren die Vorzeichen für die Sommerernte 2015 bei Bio-Getreide. In einigen Regionen war es beim Herbstanbau sehr feucht. Das führte teilweise zu einem erschwerten Aufgang der Kulturen. An anderen Orten herrschten ideale Anbaubedingungen und die Kulturen konnten sich unproblematisch und rasch entwickeln.

Der milde Winter mit sehr wenigen Frosttagen bescherte den Beständen kaum Probleme. Aufgrund des feuchten Herbstes (gute Winterfeuchte) gingen die Kulturen gestärkt in das Frühjahr. Schon zeitig gab es in einigen Gebieten keine ausreichenden Niederschläge. Somit herrschten ideale Bedingungen für Krankheiten wie etwa Gelbrost. Die Hitzewelle Anfang Juni sorgte für einen sehr frühen Erntestart, vom Seewinkel bis ins Waldviertel.

Bei Bio-Weizen war die Qualitätsverteilung ähnlich niedrig wie 2014. 2015 gab es jedoch einen größeren Anteil an 11 %- und 12 %-Proteinweizen und einen noch geringeren Anteil an 13 %+ Protein. Bei den übrigen Kulturen ist d ie Qualitätsverteilung positiv ausgefallen. Bei Bio-Roggen, Bio-Hafer und Bio-Dinkel war der Anteil an Futterware nur gering.

Bio-Brotweizen war gefragt

Der weitere Anstieg der Anbauflächen bei Bio-Tritikale und die schwache Qualitätsverteilung bei Bio-Weizen lassen vermuten, dass sich der Druck auf den Bio- Futtergetreidepreis weiterhin verstärken wird. Die Nachfrage nach Bio-Brotweizen ist national und auch international gegeben. Aufgrund der geringeren Erträge und der niedrigen Qualitätsverteilung ist die Vermarktung für diese Qualitäten gut angelaufen. Auch die Bio-Herbsternte ist wegen der Witterung ertragsschwächer als 2014 ausgefallen. Einzig die Bio-Sojabohne hat der Witterung getrotzt. Überregional gesehen konnten zufriedenstellende Erträge und Qualitäten eingefahren werden. Die stark vergrößerte Anbaufläche gepaart mit einem guten Ertrag sowie Qualitäten stellte die Vermarktung der Bio-Speisesojabohne vor einige Herausforderungen.

Entwicklung der Bio-Anbauflächen

Interessant war 2015 die Entwicklung der Bio-Anbauflächen:
  • Diese hat sich bei Bio-Weizen im Vergleich zu 2014 um 13 % verringert.
  • Der Rückgang an Flächen für Bio-Mahlroggen (-19 %) und Bio-Mais (-12 %) hat sich fortgesetzt.
  • Zugenommen haben die Anbauflächen bei Bio- Tritikale (+12,5 %), Bio-Dinkel (+16 %), Bio-Ackerbohne (+14,5 %) sowie Bio-Menggetreide (+15,5 %).
  • Die größte Zunahme verzeichnet die Bio-Sojabohne mit einem Flächen-Plus von 51 %.

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Autor:
DI (FH) Andreas Grund, Geschäftsführer Bio Getreide Austria (BGA)