Bio-Betriebsmittel für mehr Erfolg

Düngung und Pflanzenschutz sind auch in der biologischen Landwirtschaft wichtig. Die optimale Pflanzenernährung und der Schutz vor Schädlingen spielen eine bedeutende Rolle.

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© Agrarfoto
In Spezialkulturen wie Wein-, Obst- und Gemüseanbau gibt es keine Diskussion über den Einsatz von Betriebsmitteln. Dort ist es selbstverständlich, Produkte gegen Schädlinge, Pilzkrankheiten und andere Probleme zu verwenden. Im Ackerbau hingegen verzichten sehr viele Betriebe auf sämtliche Produkte und Anwendungen im Zuge der Umstellung auf biologische Landwirtschaft. Gerade bei der Speisegetreide-Produktion, wo von Konsumenten und Abnehmern eine hohe Qualität gefordert ist, kann ein gezielter Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln gute Erfolge bringen.

Welche Möglichkeiten bestehen?

An 1. Stelle stehen pflanzenbauliche Maßnahmen, wie eine ausgewogene Fruchtfolge, angepasste Sorten und passende Bodenbearbeitungsmaßnahmen. Bei Ackerbaubetrieben ohne Tierhaltung entwickelt sich relativ rasch ein Mangel an Stickstoff in den Böden. Durch die Abfuhr von Stroh kann zusätzlich ein Humusabbau entstehen. Mit organischen Düngern kann man dem Humusabbau entgegenwirken und gleichzeitig auch das Bodenleben verbessern. Der darin enthaltene Stickstoff unterstützt die Pflanzen optimal im Wachstum.

Kalk für mehr Bodenfruchtbarkeit

Auch im Biolandbau kann man grundsätzliche Standorteigenschaften nicht ignorieren. Fällt der pH-Wert zu stark aus, muss gekalkt werden. Kalk ist außerdem eines der ältesten und natürlichsten Mittel zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit und dient als universeller Bodenverbesserer. Weitere Bodenverbesserungsmaßnahmen sind der Einsatz von Mikroorganismen, die von der Verbesserung des Bodenlebens bis zur gezielten Stickstoffbindung aus der Luft verschiedene Funktionen einnehmen können. Wichtig dabei ist eine standortangepasste Anwendung mit professioneller Beratung.

Ist der Boden in Ordnung, ist es wichtig, sich die Pflanzen im Laufe der Vegetation gezielt anzusehen. Wenn (Spuren-)Nährstoffmängel etwa von Magnesium, Mangan, Kupfer, Zink auftreten, kann man sehr gut mit speziellen Blattdüngern entgegenwirken. Die Feststellung von Mängeln erfolgt am besten mit Hilfe einer gezielten Blattanalyse, da diese oft verdeckt auftreten. Bei Spurennährstoffen wirkt ein Mangel ertragsmindernd, schon lange bevor er sichtbar wird.

Nützlinge für gesunde Pflanzen

Bei Problemen mit Schädlingen können sehr oft Nützlinge zur Regulation eingesetzt werden. Einen besonders hohen Wirkungsgrad gibt es mit Trichogramma gegen den Maiszünsler. Auch andere Produkte dienen dem Schutz der Pflanze etwa vor Pilzerkrankungen.

Verbandsrichtlinien beachten

Bei der Verwendung von organischen Düngern im Bio-Landbau müssen spezielle Verbandsrichtlinien beachtet werden. Besonders wichtig ist die Listung der Produkte im „InfoXgen Katalog“ und der Passus „Genehmigung vor Zukauf“ bei Bio Austria-Betrieben. Das heißt, dass Betriebe die Kaufabsicht für organische Stickstoffdünger bei Bio Austria melden müssen. Mittlerweile gibt es in den Lagerhäusern unterschiedliche Dünger, aus denen gemeinsam mit dem Fachberater das optimale Produkt ausgewählt werden kann.

Gezielter Einsatz

Die Zeiten, in denen der Biolandwirt keine Möglichkeiten hatte, seine Kulturen optimal zu versorgen und Krankheiten nicht (rechtzeitig) behandeln zu können, sind vorbei. Wichtig sind ein gutes Betriebsmanagement und das Know-how über seine Böden und Pflanzen. Anschließend kann man gezielt Produkte zur Qualitäts- und Ertragssteigerung einsetzen.

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