Blattdünger einsetzen? Ja, aber nur gute Qualität

Blattdüngung hat sich inzwischen als wichtiger Bestandteil in der Pflanzenernährung etabliert. Jedoch gilt es die richtigen Produkte auszuwählen, um optimalen Erfolg zu erzielen.

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© Timac Agro
Egal ob Spurennährstoffdünger oder NPK-Blattvolldünger, es gibt unzählige Produkte auf dem Markt. Um die richtigen Produkte zu finden, ist es wichtig, für sich die grundlegenden Entscheidungskriterien zu benennen.

Wasserlöslich oder nicht wasserlöslich?

Es kann auf Ebene der Nährstoffform zwischen wasserlöslichen und nicht wasserlöslichen Nährstoffen unterschieden werden. Aus pflanzenbaulicher Sicht gilt es Produkte mit wasserlöslichen Nährstoffen zu bevorzugen, da diese die beste Blattwirkung aufweisen. Ein weiterer Vorteil ist die gute Lagerfähigkeit von flüssigen Produkten, in denen die Nährstoffe als echte Lösung vorliegen. Dies ist entscheidend, wenn ein Produkt überlagert werden muss. Bei flüssigen Produkten, die die Nährstoffe in nicht wasserlöslicher Form enthalten, sind meist hohe Gehalte an Nährstoffen möglich. Dies gelingt nur deswegen, da es sich um Suspensionen handelt. Die Blattwirkung von solchen Suspensionen ist umstritten. Auch ist die Lagerfähigkeit begrenzt, da sich Suspensionsdünger immer absetzen.

Flüssige oder pulverförmige Produkte?

Hier ist die Entscheidung relativ einfach, da es für die Pflanze egal ist, ob der Blattdünger ursprünglich ein Pulver war oder eine Flüssigprodukt. Der Unterschied liegt rein in der leichteren Anwendung von Flüssigdüngern. Großteils sind flüssige Dünger etwas teurer als pulverförmige Produkte. Der Landwirt kann also rein danach entscheiden, was ihm der arbeitswirtschaftliche Vorteil wert ist.

Die Formulierung beachten

Hier kann man die wasserlöslichen Produkte in einige Gruppen unterteilen, die wichtigsten 2 sind Sulfate und Chelate. Hier sind die Chelate zu empfehlen. Sie haben zwar einen etwas geringeren Nährstoffgehalt, zeichnen sich jedoch durch sehr hohe Wirkungsgrade auch bei schlechten Aufnahmebedingungen aus. Weiters sind sie durch gute Mischbarkeit und hohe Verträglichkeit gekennzeichnet. Am Etikett muss die Nährstoffform sowie die Wasserlöslichkeit angegeben sein. Somit ist die Unterscheidung relativ einfach.

Blattdünger öfter, dafür mit geringerer Aufwandmenge

Als Empfehlung für die Praxis gilt – Blattdünger öfter, dafür mit geringerer Aufwandmenge anwenden. Und Spurennährstoffdünger den Empfehlungen gemäß vorbeugend anwenden. Nachträgliche Korrekturen sind nur schwer möglich und teuer.

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Autor:
Ing. Johannes Rötzer, RWA