Blattdünger im Frühjahr 2015

Über die Jahre sind immer wieder besondere Situationen auf den Feldern zu sehen. Doch die aktuelle (Stand 31.03.2015) Lage, vor allem bei Wintergerste, ist außergewöhnlich.

Was ist bis jetzt passiert?

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Schwere Strukturschäden © RWA
Gute Vorfruchterträge haben den Böden hohe Mengen an Nährstoffen entzogen. Hauptnährstoffe wurden gedüngt, Spurennährstoffe oft nicht. Selbst wenn ausreichend Spurennährstoffe im Boden vorhanden sind, müssen diese erst mineralisiert – also pflanzenverfügbar – werden. Schließlich zählen nur Nährstoffe, die die Pflanze auch aufnehmen kann.

Feuchte Aussaatbedingungen und Sauerstoffmangel im Boden haben das Wurzelwachstum gehemmt. Durch das lange oberirdische Wachstum hat sich das Wurzel-Spross-Verhältnis äußerst negativ entwickelt. Wichtig war es, bereits im Herbst zu reagieren und Blattdünger gezielt einzusetzen. Zusätzlich sind schwache Pflanzen empfindlicher gegen Krankheiten. Aus diesem Grund sind schon oft Pilzkrankheiten zu finden.

Produkte mit Spurennährstoffmix

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Starker Spurennährstoffmangel durch schwache Wurzelentwicklung © RWA
In diesem Frühjahr (2015) bieten sich Produkte mit einem Spurennährstoffmix an. Zusätzlich kann mit P-haltigen Produkten die Wurzelentwicklung angeregt werden. P-Blattdünger sollten nicht mit Sulfaten gemischt werden. In schwereren Fällen sind auch geeignete Pflanzenhilfsstoffe wie Fertiactyl Starter einzusetzen. Da die Zeit schon fortgeschritten ist, muss jeweils die höchste Aufwandmenge gewählt werden. Auch die Anwendung von Epso-Produkten ist dringend zu empfehlen.

Wie sieht es mit der Molybdän-Versorgung aus?

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Manganmangel im Frühjahr © RWA
Bei Raps stehen Bor, Mangan und Molybdän im Mittelpunkt. Manche Bestände zeigen derzeit intensiven Phosphor- oder Kalimangel.

Immer öfter wird nach Molybdänprodukten gefragt. Der Düngebedarf an Molybdän liegt bei wenigen Gramm pro Hektar. Zudem ist Molybdän ein sehr teurer Rohstoff. Soll die Molybdänversorgung mit Blattdünger unterstützt werden, sind meist 5-10 g/ha Molybdän ausreichend.

Es gibt einige Blattdünger, die unter anderem Molybdän enthalten und diesen Bedarf ohnehin decken. So können Kosten gespart werden. Erhöhter Bedarf besteht auf Standorten mit geringem Gehalt im Boden oder bei niedrigem pH-Wert des Bodens.

Mit Pflanzenschutz kombinieren

Die Vegetation hat inzwischen begonnen. Die oben beschriebenen Maßnahmen können mit diversen Pflanzenschutzmaßnahmen kombiniert werden. In dringenden Fällen sollte auch eine extra Überfahrt überlegt werden.

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Autor:
Ing. Johannes Rötzer, RWA