Borkenkäfer-Situation im März 2014

Die Gefahr des Borkenkäfers darf 2014 auf keinen Fall unterschätzt werden.

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© Agrarfoto
Neben Windwurf und Schneebruch ist der Borkenkäfer (Buchdrucker/Ips typographus) der größte Schadfaktor, der unsere heimischen Fichtenwälder bedroht. Durch den heißen, trockenen Sommer 2013 hat sich der Käfer noch gut entwickeln können, vor allem in tieferen Lagen.

Milder Winter begünstigt die Entwicklung

Die Jungkäfer, Puppen, Larven oder Eier überwintern am Baum unter der Rinde oder am Boden in der Nadelstreu. Starker Frost gefährdet nur das Ei- oder Larvenstadium, nicht aber den ausgewachsenen Käfer. Dieser fällt nur in eine Winterstarre. Wenn die Temperaturen im Frühjahr eher konstant auf 12° C bis 15° C steigen, schwärmen die Adulten aus, die anderen überwinternden Stadien beginnen sich zu entwickeln. Bei einem normalen Witterungsverlauf ist ab Mitte April damit zu rechnen, durch den milden Winter (kein gefrorener Boden) und die frühlingshaften Temperaturen Ende Feber/Anfang März wird der Flug wahrscheinlich schon früher stattfinden.

Schadholz sollte entfernt werden

Darüber hinaus sind heuer in den tieferen Lagen viele Fichtenbestände durch Schnee- oder Eisbruch geschädigt, in weiterer Folge also optimale Bedingungen für den Borkenkäfer, wenn dieses Schadholz nicht vorher entfernt wird. Dies muss unbedingt noch vor dem Ausschwärmen der Käfer geschehen. Wir empfehlen auch den Privatwaldbesitzern der Situation besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Unbedingt Kontrolle auf Befall durchführen

Bereits erfolgter Borkenkäferbefall ist an den Einbohrlöchern, Harzfluss, Nadelausfall und am Ausfall des Bohrmehls, welches sich in den Rindenschuppen und am Stammfuß ansammelt, erkennbar.

Die Forstexperten der Lagerhäuser empfehlen unbedingt eine Kontrolle auch auf den ersten Blick gesund aussehender Bäume (grüne Krone, aber abgefallene Rinde ist bereits ein Befall der zweiten Generation im Vorjahr).

Was passiert, wenn man das Käferholz nicht sofort entfernt?

Der Borkenkäfer kann im Holz überwintern, vermehrt sich im nächsten Frühjahr und kann dadurch auch weitere Bäume schädigen und zum Absterben bringen. Laut Forstgesetz 1975 ist der Waldbesitzer sogar verpflichtet, geeignete bekämpfungstechnische Maßnahmen zu treffen. Ein rasches Entfernen aus dem Wald ist wahrscheinlich die effizienteste und billigste Maßnahme überhaupt. Meistens ist im nächsten Jahr auch die Verblauung schon soweit fortgeschritten, dass das Holz oft nur mehr als CX-Qualität oder gar als Faserholz verwertet werden kann.

 

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