Erfolgreicher Braugersten-Anbau

Die Saat bietet für den Anbau 2014 sehr leistungsfähige Braugerstensorten: Cerbinetta, Agrippina, die neue Zarasa sowie die noch immer sehr verbreitete Signora.

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© RWA
Die am meisten verbreitete Sorte im Anbau ist Cerbinetta. Cerbinetta brachte in den sehr unterschiedlichen Jahren 2012 und 2013 sehr hohe Erträge bei niedrigen Proteingehalten. Das kombiniert Cerbinetta mit guten Sortierungen und ist damit die Sorte mit den höchsten Vollgerstenerträgen in den Hauptanbaugebieten der Braugerste.

Pannonisches Trockengebiet

Vollgerstenertrag dt/ha Gesamtertrag dt/ha Vollgerstenanteil (2,5 mm), % Proteingehalt %
CERBINETTA 65,10 70,92 90,80 10,09
AGRIPPINA 61,73 66,24 92,51 10,58
ZARASA 64,32 67,65 94,52 10,64
Salome 64,95 73,05 87,86 9,87
Quelle: AGES, Institut für nachhaltige Pflanzenproduktion WP Ergebnisse 2008-2013, Pannonisches Trockengebiet

Agrippina für feuchtere Braugerstenlagen

Agrippina ist besonders in den feuchteren Braugerstenlagen verbreitet. Sie kombiniert gute Stroheigenschaften mit sehr guter Sortierung und hohen Erträgen. Agrippina ist bei sehr guter Standfestigkeit etwas länger im Wuchs. Damit eignet sie sich für gute und schlechtere Böden.

Zarasa: Neue Braugerste mit bester Sortierung

Zarasa ist die neue Braugerste, die 2014 erstmals in kleinerem Umfang zur Verfügung steht. Eine besondere Eigenschaft ist die ausgezeichnete Sortierung. Der Sommergerste steht in Jahren mit heißer Abreife nur eine kurze Einkörnungszeit zur Verfügung. Bei Sorten mit schwacher Sortierung fällt der Marktwarenanteil dann empfindlich ab. Durch das frühe Ährenschieben (AGES Note 4) und die mittlere Reife kann Zarasa das kompensieren. Sie liegt sowohl im Marktwarenanteil wie auch im Vollgerstenanteil an erster Stelle aller Sorten (AGES Beschreibende Sortenliste 2013).

Zarasa eignet sich sowohl für die feuchteren Lagen wie das Waldviertel als auch für die trockeneren Standorte im Weinviertel.

Fungizide richtig einsetzen

Bei rechtzeitiger Aussaat bestockt die Sommergerste sehr gut. Bei frühen Säterminen und Verwendung von zertifiziertem Saatgut sind 300 - 330 Körner pro Quadratmeter ausreichend. Bei mittleren bis etwas späteren Terminen sollte die Saatstärke auf 330 - 360 Körner/m2 erhöht werden.

Die guten Krankheitstoleranzen von Cerbinetta, Agrippina und Zarasa können in der Bestandesführung berücksichtigt werden. Gegenüber Mehltau sind Cerbinetta, Agrippina und Signora mlo-tolerant. Mehltau muss damit in der Planung von Fungizideinsätzen nicht berücksichtigt werden. Zarasa weist gegenüber Mehltau ebenfalls eine sehr gute Toleranz auf. Mehltau muss daher in der Regel nicht bekämpft werden.

Immer häufiger treten bei uns ertragswirksame Netzfleckeninfektionen auf. Gegenüber Netzflecken sind Cerbinetta und Zarasa sehr gut und Agrippina gut tolerant. Die noch sehr verbreitete Signora ist anfälliger gegenüber Netzflecken.

Der Einsatz von Fungiziden richtet sich nach der Sortentoleranz und dem Infektionsdruck. Bei Signora werden Netzflecken bei einem mittleren Befallsdruck bekämpfungswürdig. Bei Sorten mit guter Toleranz (wie bei Cerbinetta und Zarasa) ist ein Einsatz nur bei sehr hohem Infektionsdruck zu empfehlen.
Weitere Informationen erhalten Sie im Lagerhaus oder unter www.diesaat.at.

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Autor:
DI Philipp Karoshi, Die Saat Sortenentwicklung