China: Öffnung für österreichische Schweinefleischexporte rückt näher

Technische Details bei einer Marktsondierungsreise in Peking besprochen.

Peking/Wien, 6. Juni 2016 (aiz.info). - Im Rahmen einer Marktsondierungsreise der Außenwirtschaft Austria der Wirtschaftskammer (WKÖ) haben vergangene Woche fünf österreichische Schweinefleischproduzenten Peking besucht, um die Öffnung des chinesischen Marktes für Produkte aus der Alpenrepublik voranzutreiben. Hintergrund war die Unterzeichnung des Protokolls über den Export von Schweinefleisch zwischen Österreich und China, das im März 2015 von Bundesminister Andrä Rupprechter anlässlich des Staatsbesuchs von Bundespräsident Heinz Fischer in Peking unterschrieben worden war.

"Das chinesische Lebensmittelgesetz ist äußerst streng. Nur ausländische Betriebe, die zuvor von der Zulassungsbehörde Certification and Accreditation Administration (CNCA) auditiert und approbiert wurden, dürfen Fleisch nach China liefern", berichtet Martin Glatz, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Peking. Im Zentrum der Marktsondierungsreise stand daher ein "Technical Meeting" mit Vertretern der CNCA, um Details zur Auditierung, die Mitte Juni stattfinden wird, zu klären. Darüber hinaus trafen die Firmenvertreter während der Reise interessierte Importeure sowie Vertreter von Ländern, die bereits Schweinfleisch nach China liefern dürfen.

Dem Treffen mit CNCA gingen jahrelange Verhandlungen zwischen China und Österreich voran. "Das Zusammentreffen zwischen den heimischen Produzenten und den Vertretern der CNCA sowie das Betriebsaudit Mitte Juni sind zwei entscheidende Schritte im Endspurt zur Öffnung des chinesischen Fleischmarktes für unser Land", so Glatz. Der Wirtschaftsdelegierte ist überzeugt, dass Österreich mit seinen hohen Qualitätsstandards bei Lebensmitteln auf dem chinesischen Markt punkten kann. "In einem Land, in dem es in der Vergangenheit immer wieder Lebensmittelskandale gab, ist gerade die wachsende Mittelschicht dank rasch steigenden Einkommen zunehmend bereit, für importierte und hochwertige Nahrungsmittel tiefer in die Tasche zu greifen. Andere österreichische Lebens- und Genussmittel wie Milchprodukte oder Wein genießen bereits einen äußerst guten Ruf bei Chinas anspruchsvollen Konsumenten", so Glatz. Die Öffnung des chinesischen Marktes für Schweinefleisch entspreche daher nicht nur dem Wunsch heimischer Exportunternehmen, sondern auch dem steigenden Bedarf im Reich der Mitte, der sich auch in einem hohen Preis für Schweinefleisch zeige.