Christbaumbauern bieten wieder genug 1A-Bäume zu stabilen Preisen

Große Stücke könnten aufgrund starker Nachfrage knapp werden.

St. Pölten, 10. November 2016 (aiz.info). - Dank überwiegend gemäßigter klimatischer Bedingungen konnten sich die Weihnachtsbäume im heurigen Jahr gut entwickeln. Damit werden die Christbaumbauern mit 2,35 Mio. Stück wieder fast 90% des Bedarfs an Weihnachtsbäumen in Österreich decken können. Trotz ausreichender Anzahl in sehr guter Qualität, könnten große Bäume aufgrund ihrer steigenden Beliebtheit knapp werden. Der Durchschnittsbaum ist mittlerweile über 1,6 m groß. Hinzu kommt, dass der Heilige Abend heuer auf einen Samstag fällt. Der Verkauf wird sich damit - vor allem in den Städten auf nur ein Wochenende konzentrieren. Rechtzeitig kaufen zahlt sich also aus, empfiehlt die ARGE der NÖ Christbaum- und Schmuckreisigproduzenten. Mit 1 Mio. Stück kommen die meisten Christbäume von Niederösterreichs Feldern.

Eineinhalb Monate vor dem Heiligen Abend haben die Vorbereitungen auf den Christbaumverkauf mit der Auswahl im Forst für die Bauern längst begonnen. "Das heurige Jahr war für uns Christbaumbauern durch unregelmäßige Niederschläge gekennzeichnet. Unterm Strich war es jedoch ein gutes Jahr", so Franz Raith, Obmann der NÖ Christbaumbauern und Sprecher der österreichischen Christbaumbauern. Der Markt kann somit wieder mit 2,35 Mio. Christbäumen aus heimischer Produktion versorgt werden. Das entspricht 90% der 2,6 Mio. Naturchristbäume, die in ganz Österreich aufgestellt werden. Niederösterreich ist der Hauptlieferant für die Bundeshauptstadt Wien.

Herausforderung: Ein Verkaufswochenende weniger

Da der Heilige Abend heuer auf einen Samstag fällt, steht den Christbaumbauern ein Wochenende weniger für den Verkauf zur Verfügung. Eine Herausforderung, von der vor allem Stadtbewohner betroffen sind. "Im Stadtgebiet von Wien und St. Pölten etwa dürfen die Christbaumbauern erst ab Montag, den 12. Dezember ihre Stände aufbauen. Erfahrungsgemäß werden an den Wochenenden aber die meisten Bäume verkauft. Nachdem die Konsumenten weniger Zeit zum Aussuchen haben, rechnen die Christbaumbauern mit mehr Andrang an dem einen Wochenende vor Weihnachten. Wer seinen Baum in Ruhe aussuchen möchte ist gut beraten, möglichst früh und nicht an diesem einzigen Verkaufswochenende zum Landwirten seines Vertrauens zu gehen", rät Raith.

Heimische Christbäume zu stabilen Preisen

"Die Bauern wollen die Preise für die Christbäume auch heuer wieder stabil halten. Es zahle sich also aus, auf die Herkunft der Christbäume zu achten, die an der Herkunftsschleife zu erkennen ist. Für ihren Lieblingsbaum werden die Konsumenten - je nach Aussehen des Baumes und Verkaufsort - zehn bis 35 Euro/lfm bezahlen, Blaufichten kommen auf sieben bis 14 Euro/lfm", sagte Raith.

In Österreich schmücken 72% der Haushalte einen Naturchristbaum, die laut ARGE der NÖ Christbaum- und Schmuckreisigproduzenten zu knapp 90% aus heimischer Produktion stammen. Rund 1 Mio. der heimischen Ware kommt aus Niederösterreich. Die Christbäume wachsen zu 80% auf heimischen Feldern - das sind 1,88 Mio. Stück auf 3.500 ha. Der Lieblingsbaum der Österreicher ist mit einem Anteil von über 65% die Nordmannstanne.