COPA-COGECA prognostiziert kleine EU-Weinernte

Minus 14% zum Vorjahr erwartet.

Brüssel, 11. Oktober 2017 (aiz.info). - "Die EU wird heuer mit schätzungsweise 145 Mio. hl eine ihrer niedrigsten Weinernten einfahren", verweist COPA-COGECA, der Dachverband der EU-Landwirte und -Genossenschaften auf seine jüngst veröffentlichten Zahlen. "In diesem Jahr haben unsere Weingärten stark unter den Auswirkungen des Klimawandels und extremer Witterungsbedingungen - von Frost bis hin zu Dürren - gelitten. Die Ernte wird schätzungsweise 14% geringer als im Vorjahr ausfallen", sagte Thierry Coste, Vorsitzender der COPA-COGECA-Arbeitsgruppe Wein.

Frankreich und Italien seien besonders stark betroffen gewesen. Die führte in Frankreich laut Coste zu einem historischen Tiefstand von maximal 37 Mio. hl, das einem 18%igen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In Italien werde sich die Ernte schätzungsweise auf 40 Mio. hl belaufen und damit 26% weniger als 2016 betragen. Die Prognose für Spanien liege bei rund 36 Mio. hl und somit 20% unter dem Vorjahr. Portugal sei das einzige Land, welches einen Anstieg von rund 10% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet, so Coste.

"Die Qualität der Trauben sollte jedoch in ganz Europa erwartungsgemäß sehr gut ausfallen, weshalb exzellente Weine zu erwarten sind. Die Preise werden voraussichtlich steigen, was jedoch für einige Winzer nicht ausreichen wird, um sie für ihre Verluste zu entschädigen. Die Erzeuger brauchen bessere Versicherungssysteme. Die vorgeschlagenen Änderungen an dem Einkommensstabilisierungsinstrument in der EU-Omnibus-Verordnung könnten hier Abhilfe schaffen, da sie die Aktivierung von Hilfen bereits bei betrieblichen Einbußen von 20% anstatt der vorherigen 30% ermöglichen würden", erklärte Coste.