Vergessene Nutztierrassen fördern

Der heimische Nutztiermarkt wird von bekannten Rassen wie zum Beispiel dem Fleckvieh, Braunvieh, Edelschwein oder Tiroler Bergschaf beherrscht. Aber es gibt auch andere, vergessene Nutztierrassen in Österreich.

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© Arche Austria

Die Arche Austria ist ein Verein, der sich der Erhaltung gefährdeter und vergessener Nutztierrassen in Österreich widmet. Gemeinsam mit der ÖNGENE (Österreichische Nationalvereinigung für Genreserven) schafft es die Arche, traditionelle Rassen auch heute erfolgreich zu züchten. Rund 28 Arche-Höfe, 2 Arche-Almen, ein Arche-Park und viele Landwirte betreuen über 40 Haus- und Nutztierrassen in Österreich. Durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und selbst initiierte Projekte wird der Verein finanziert.

Alternative gefährdete Nutztiere

Den Konsumenten ist es wichtig, dass sie wissen, woher das von ihnen gekaufte Produkt kommt. So liefern auch seltene Nutztierrassen hochwertige Lebensmittel. Diese tragen einen wesentlichen Teil zu einer gesunden Ernährung des Menschen bei. Landwirte, die solche Tiere züchten, tun das aus persönlicher Überzeugung. Ihnen ist die Bewahrung der Tradition verschiedener Regionen und der Werte wichtig. Speziell für die kleinstrukturierte, extensive Landwirtschaft bietet sich die Haltung von seltenen Rassen als echte Alternative an. Vermarktungsnischen können optimal genutzt werden. Landwirte haben die Möglichkeit, ihre Produkte regional zu verkaufen und sich einen gewissen Stellenwert zu erarbeiten. Zusätzlich bietet die Arche Austria den Landwirten Informationen zu vielen verschiedenen Bereichen, die für die problemlose Haltung der Tiere wichtig sind.

Seltene Nutztierrassen bieten Biodiversität pur

Der Grund, warum seltene Nutztierrassen so gefördert werden, liegt auch darin, dass die Tiere einen wesentlichen Teil zur Lebensvielfalt beitragen. Sie eignen sich zur Offenhaltung von Kulturlandschaften (zum Beispiel natürliches Schwenden) und eine oftmals ganzjährige Freilandhaltung ist ohne Probleme möglich. Aufgrund der besonderen Eigenschaften der verschiedenen Rassen wird auch der Agrartourismus positiv beeinflusst.

Rasse des Jahres 2013 ist das Braune Bergschaf

Rassen wie das Kärntner Blondvieh, Pinzgauer Rinder oder Mangaliza Schweine sind vielen branchenvertrauten Personen ein Begriff. Im Jahr 2013 wurde die Aufmerksamkeit einer ganz besonderen Rasse geschenkt. Das Braune Bergschaf ist eine hochgefährdete Rasse und stammt ursprünglich vom Bergamaskerschaf aus Oberitalien/Trentino ab. Früher wurde das Schaf für die Wollproduktion gehalten. Im Jahr 1977 wurde das Braune Bergschaf als eigene Rasse anerkannt. Es gilt als besonders bodenständig und genügsam und zeichnet sich neben Vitalität, Weidetauglichkeit und guten Muttereigenschaften dadurch aus, dass selbst unter knappen Futterbedingungen bedarfsgerechte Schlachtkörper wachsen. Heute zählt Tirol zur Hochburg der Braunschafzucht. Dort gibt es den 1. Tiroler Schafzuchtverein „Braunes Bergschaf“. Dieser Verein präsentiert sich mit seinen 150 Mitgliedern sehr offen und dynamisch. Züchterinnen und Züchter aus ganz Tirol teilen die Leidenschaft für das Braune Bergschaf.

Infos zu gefährdeten Nutztierrassen

Weitere Informationen zu gefährdeten Nutztierrassen unter www.arche-austria.at

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