Das Kobe-Rind in Österreich

Das Kobe-Rind liefert Fleisch mit einzigartigem Geschmack. Doch woher kommt dieses Tier und wo ist es in Österreich erhältlich?

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© Kobe-Beefe Austria
Das Kobe-Rind stammt aus der japanischen Region um Kobe und ist das teuerste Hausrind der Welt. Die Rasse ist ein japanisches Rind mit schwarzem Fell und wird auf Japanisch „Tajima-Ushi“ (japanisches Schwarzvieh; wörtlich „Tajima“) oder auch „Wagyu“ genannt.

Bier und Massagen für das Luxus-Rind

Kobe-Rinder sind eine Jahrhunderte alte Rasse, die sich in verschiedenen genetischen Linien unterteilen und ursprünglich wegen ihrer Kraft und Stärke gezüchtet wurden.

 

Die Tiere werden auf Basis von Getreide, Rüben und Kartoffeln gefüttert. Zusätzlich bekommen die Rinder Bier zu trinken. Die Hefe im Bier soll die Mikroben im Rindermagen anregen. Dazu werden die Rinder täglich von ihrem Halter mit einem speziellen Handschuh 1- 2 Stunden massiert und dabei mit Sake, dem japanischen Reiswein, eingesprüht. Grund für die aufwendige Betreuung ist die dünne Fettauflage, die sich dabei bildet. Gleichzeitig wird das Fleisch mit einer extrem feinen und gleichmäßigen Marmorierung durchzogen.

Der „Kaviar des Rindfleisches“

Das Fleisch des Kobe-Rindes wird als der Kaviar des Rindfleisches bezeichnet. Hat das Kobe-Rind die strengen Qualitätskontrollen durchlaufen (im Durchschnitt sind das nur ungefähr 4.000 Rinder pro Jahr), bringt der Verkauf für ein einzelnes Tier teilweise Beträge im 6-stelligen Eurobereich.

 

Kobe Rind wird in der Regel nicht aus Japan exportiert. In Amerika, Australien und Europa angebotenes Kobe-Beef stammt oft aus Nachzüchtungen, die mit westlichen Rassen (wie z.B. dem Black Angus) gekreuzt werden.

2007 erste Kobe-Kälber in Österreich geboren

Mit Unterstützung der Veterinärmedizinischen Universität Wien ist es dem Ex-Radprofi Gerhard Zadrobilek gelungen, mittels Embryotransfer einen Meilenstein für die österreichische Landwirtschaft zu setzten. Im Mai 2007 wurden die ersten Kobe-Kälber in Österreich geboren.

 

Zadrobileks Rinder sind ausnahmslos reinrassige Wagyu-Rinder mit japanischer Abstammung. „Besonders viel Aufmerksamkeit schenke ich der Ernährung und der Haltung meiner Tiere. Spezielles Kraftfutter und außergewöhnliche Getreidemischungen bekommen die Rinder zu fressen“, erzählt der Züchter aus Niederösterreich. Die Kälber wachsen in Mutterkuhhaltung auf und bekommen schon in der Aufzuchtphase spezielle Futtermischungen zugefüttert. Natürlich hat das Management bei dieser Rasse eine große Bedeutung. Wagyu-Sperma für die Nachzucht der Tiere ist beim Züchter erhältlich. Embryonen sind derzeit (Stand November 2012) ausverkauft. Rinder für die Nachzucht werden auch nicht angeboten.

Ein Fleisch von besonderer Klasse

Das Fleisch des Kobe-Rinds ist zart, tief dunkelrot und von einer feinen Marmorierung durchzogen. Dieser geringe Fettanteil innerhalb der Muskelfaser ist für den Geschmack und die Zartheit des Fleisches verantwortlich. Dieses „zerfließt“ beim Verzehr buchstäblich auf der Zunge. Trotz seines hohen Fettanteils weist das Wagyu-Fleisch einen 70 %igen Anteil an einfachen, ungesättigten Fettsäuren auf, was es sehr gesund macht. Auch das langsame Wachstum der Rinder trägt zu einer besseren Fleischqualität als von gewöhnlichen Artgenossen bei.

 

„Um ein optimales Schlachtergebnis zu erreichen, muss der gesamte Prozess stimmen. Die Genetik und die Fütterung spielen neben dem Transport zum Schlachthof, der stressfreien Schlachtung und der erforderlichen Reifung des Fleisches bis hin zur Zubereitung eine wichtige Rolle“, ist sich Zadrobilek sicher. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kobe-beef-austria.at

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