Deklaration von Schwefel in Düngemitteln

Bei der Deklaration von Schwefel im Dünger gibt es unterschiedliche Arten. Beim Dünger-Kauf sollten Landwirte darauf achten.

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© Rauch
Neben den 3 Primärnährstoffen Stickstoff (N), Phosphor (P2O5 ) und Kalium (K2O) zählt Schwefel heute zu den wichtigsten Nährstoffen im Pflanzenbau. Schwefel ist Bestandteil von essenziellen Aminosäuren und unter anderem von Bedeutung für den Aufbau von Proteinen. Neben der bedarfsgerecht applizierten Schwefelmenge sollte auch der Schwefel-Form Beachtung geschenkt werden. Sulfatischer Schwefel ist voll wasserlöslich und für die Pflanze sofort verfügbar.

Unterschiedliche Deklaration

Bei der Berechnung und Bemessung der Schwefelmengen sollte darauf geachtet werden, dass einige Düngemittelhersteller ihre N+S-Dünger, NPK/NP-Dünger und Kalidünger seit diesem Jahr hinsichtlich der Deklaration der Schwefelwerte auf die Schwefeltrioxid-Form (SO3-Form) umgestellt haben. Nach dem gültigen EU-Düngemittelrecht ist eine solche Art der Deklaration zulässig. In Ländern wie z.B. Frankreich wird der Schwefelgehalt einheitlich nur in Schwefeltrioxid-Form SO3 ausgewiesen. In Österreich hingegen gibt es dafür noch keine feste und einheitliche Regelung.

Schwefelgehalt ermitteln

Um den Schwefelgehalt richtig bestimmen zu können, ist folgendes zu beachten: In einem NPK 15+15+15 (+7,5 SO3) sind beispielsweise nur 3 % Schwefel in Elementform vorhanden (Umrechnungsfaktor = SO3 x 0,4). Das ist insofern von Bedeutung, als dass die Schwefelbedarfswerte in Elementform abgeleitet werden. Deshalb sollten Landwirte beim Düngerkauf genau darauf achten, welche Schwefeldeklaration (Element- oder SO3-Form) ausgewiesen wird, um die Bedarfswerte richtig bestimmen und einschätzen zu können.

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Autor:
Peter Kirchmayr, RWA