Mein Naturgarten: So wird das Gartenleben "fauler"

Die Natur hat es uns seit Jahrtausenden vorgemacht: Der Boden ist nicht nackt, nicht unbedeckt, sondern er will geschützt werden.

Jeder, der genau beobachtet, erkennt es sofort: Im Wald ist die Erde mit Laub und Nadeln bedeckt. Das schützt vor Verdunstung und liefert gleichzeitig auch immer frischen Humus. In der freien Natur ist der Boden sofort bewachsen. Denken wir nur an eine Baustelle! Es dauert nur wenige Wochen und die großen Erdhaufen sind mit Wildkräutern bewachsen – oft ist der Mohn die Pionierpflanze, die die Erde schützt.

Was macht nun der Gärtner? Er bedeckt den Boden - immer und überall. Rasenschnitt ist das billigste Mulchmaterial, Rindenmulch ein gern verwendetes und neuerdings gibt es auch Schafwolle als dicken Mulchteppich. Alle diese Materialien – vor allem aber die Wolle – wirken als Unkrautbremse. Außerdem bleibt der Boden gleichmäßig feucht und die Pflanzen können ohne Stress wachsen. Bei der Wolle darf die Düngewirkung nicht übersehen werden. Diese Tierhaare wirken wie Hornspäne und verrotten mit der Zeit. Dabei versorgen sie die Erde mit Stickstoff. Gemulcht wird etwa 3-5 cm stark, bei den Vliesen ist die Stärke vorgegeben. Also viele Vorteile für die „faulen“ Gärtner.
Einfach genial gärtnern[1392299011122498.jpg]
© Karl Ploberger

„Mach es so!“ – „Nicht so!“ – mit mehr als 200 solcher Tipps gibt Karl Ploberger in seinem neuen Buch: „Einfach genial gärtnern“ viele neue Ideen das Gartenleben noch einfacher zu gestalten.

 

Karl Ploberger

Einfach genial gärtnern

BLV

ISBN978-3-8354-1076-3

Preis: Euro 20,60*

 

www.biogaertner.at

Autor:
Karl Ploberger