Die richtige Fälltechnik

Eine gute Fälltechnik hilft, Unfälle zu vermeiden und die Arbeit mit vergleichsweise geringem Aufwand zu verrichten.

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© Agrarfoto
Jedes Jahr liest man über schwere oder sogar tödliche Unfälle in der Forstwirtschaft. Eine gekonnte Technik ermöglicht, den Stamm in die gewünschte Richtung zu fällen, dadurch Unfälle zu vermeiden und die Fällarbeit mit relativ geringer Belastung zu verrichten. Schäden am Bestand oder Stamm sind weitgehend ausschaltbar. Besonders auf die Holzrückung wirkt sich eine falsche Fällrichtung negativ aus.

Richtige Fälltechnik im Starkholz

  • Wurzelanläufe werden vor Beginn der Fällarbeit weggeschnitten, bei der Keilseite bleibt er stehen. Die Fallkerbtiefe beträgt ca. 1/4 des Stockdurchmessers.
  • Der Stamm wird nie zur Gänze durchgeschnitten. Es bleibt eine Bruchleiste stehen, die ca. 1/10 des Stockdurchmessers beträgt.
  • Der Fällschnitt wird um ca. 1/10 des Stockdurchmessers höher geführt als der Fallkerbsohlenschnitt. Dadurch entsteht die Bruchstufe.
  • Bei geraden, gesunden und gleichmäßig beasteten Bäumen kann ein seitlicher Splintschnitt durchgeführt werden um das Einreißen des Holzes zu verhindern (Ausgenommen Seit- und Rückhänger).
In der Praxis gibt es Sonderfälle wie Rückhänger, Seithänger oder Vorhänger. Hier sind spezielle Fälltechniken notwendig.

Besondere Vorsicht bei Arbeiten im Laubwald

Die Arbeit im Laubwald ist gefährlicher als im Nadelwald. Zusätzlich zum schwierigeren Fällen sind das Abrutschen der glatten Stämme, das „Schellen“ beim Trennschnitt, das Herabfallen starker Äste zu bedenken. Besonders bei schlechtem Wetter und in schwierigem Gelände sollten nur erfahrene Waldarbeiter Laubholz schlägern.

Was ist bei der Laubholzschlägerung zu berücksichtigen?

  • Bruchstufe höher, Bruchleiste schwächer
  • Herzstich
  • Immer Splintschnitte Eventuell
  • Stammpresse verwenden

Was ist außerdem zu beachten?

  • Die Beobachtung des Fällbereiches (mindestens 1 1/2 Baumlängen)! Dieser Bereich muss von Personen, die nicht unmittelbar mit der Fällung beschäftigt sind, frei sein.
  • Motorsägenrangierbereich von 2 m
  • Überlegt, ohne Hast und nie alleine arbeiten
  • Fällarbeit immer an der Druckseite beginnen
  • Maße für Bruchleiste und -stufe beachten
  • Warnruf vor der Fällarbeit
  • Persönliche Schutzausrüstung ist unerlässlich!

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