Donau Soja-Partnerländer erhöhen diesjährige Anbauflächen um 20%

Ernteschätzung 2015 liegt bei 7,5 Mio. t.

Wien, 24. April 2015 (aiz.info). - Heuer wird die Anbaufläche für Soja in der Donau Region um 170.000 ha oder 20% auf geschätzte 950.800 ha ausgebaut. Allein dieser Zuwachs könnte 80% des österreichischen Bedarfs von etwa 600.000 t decken. Damit kommt Donau Soja seinem Ziel immer näher, Europa mit gentechnik-freiem und regional zertifiziertem Soja zu versorgen. "Hier, in der Donau Region, finden wir beste Bedingungen für diese Eiweißpflanze. Bis 2020 könnten wir den Sojaanbau sogar verdoppeln", ist Matthias Krön, Obmann des Vereins Donau Soja, überzeugt.

Waren es 2011 noch 3,8 Mio. t, werden 2015, wenn die Prognosen halten, 7,5 Mio. t Soja in der Donau Region und der Ukraine produziert. Dieser Anstieg wird sich fortsetzen, soweit die kontinuierliche Nachfrage von Verarbeitern und Lebensmittelhandel nicht abnimmt. Große Hoffnungen setzt man in die nördliche Donau Region und hat daher kürzlich Bemühungen in Polen und der Ukraine gestartet (aiz.info hat darüber berichtet). Aber auch andere Länder dieser Regionen haben sich zu bedeutenden Produzenten gemausert. Die größten Flächensteigerungen findet man in Rumänien, Bulgarien, Serbien und Ungarn - gemeinsam kommen sie auf ein Plus von 120.000 ha. Neben der Ukraine sind die flächenstärkste Länder Serbien, Italien, Rumänien, Frankreich und Österreich. Doch nicht nur allein die Flächenausweitung, auch höhere Erträge durch bessere landwirtschaftliche Praktiken führen zu einem Mehrwert.

Die genannten Länder profitieren von diesem Projekt ebenso durch Investitionen in den Ausbau der Donau als Versorgungsader Europas sowie der Infrastruktur, was der Region interessante ökonomische Perspektiven bietet. "Hier schlagen wir zwei Fliegen mit einem Schlag: Verarbeiter und Landwirte bekommen Zugang zu neuen Märkten, während immer mehr Einzelhändler in Deutschland, der Schweiz und Österreich nachhaltiges und regionales Soja nachfragen", erklärt Krön. Die Zertifizierung von Erstverarbeitern, Lagerstellen, Futtermittelwerken und Produzenten läuft auf Hochtouren. Bereits ein Dutzend Erstverarbeiter verarbeiten Donau Soja für Österreichische und Schweizer Legehennen, Masthähnchen und Schweine.