Donausoja bietet gute Chancen

Nachhaltig produziertes, GVO-freies Soja aus heimischem Anbau ist gefragt. Mit „Donausoja“ ist die nachvollziehbare Produktion vom Feld bis ins Supermarktregal in der Eierproduktion umgesetzt.

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© Die Saat
Die Handelsbilanz mit Eiweißfuttermitteln ist in Österreich stark negativ. Zusätzlich zur negativen Handelsbilanz bei Eiweißfuttermitteln wird es zusehends schwieriger, den Bedarf an GMO-freiem Sojaschrot durch Importe aus Südamerika zu decken. Das war mit ein Grund für die Gründung des Vereins „Donausoja“ zur Förderung des Sojaanbaues in Österreich und im gesamten Donauraum. Der Donauraum ist die einzige geeignete Region in Europa für großflächigen Sojaanbau. Zusätzlich hat Österreich hohe Kompetenz im Bereich Saatgut, Vertragsanbau, Kontrolle und Verarbeitung von GMO-freier Sojabohne.

Anbaufläche 2015 deutlich ausgeweitet

In Österreich wurde in den letzten beiden Jahren eine stabile Fläche von 40.000 bis 42.000 ha angebaut. Zum Anbau 2015 wird eine deutliche Ausweitung der Fläche erwartet. Daraus wurden zur Ernte 2014 etwa 130.000 t Sojabohnen produziert – diese wandern zu einem Drittel in die Speisenindustrie, den Rest teilen sich Mischfutterindustrie und Exportvermarktung. Gleichzeitig werden 490.000 t Sojaschrot (entspricht rund 600.000 t Sojabohnen) importiert. Das ergibt einen relativ geringen Selbstversorgungsgrad von Österreich von 21 %.

Bei Handelsketten sucht man nach wie vor nachhaltiges, regional erzeugtes und GVO-freies Soja zur Implementierung von nachvollziehbarer Produktion vom Feld über die Veredelung bis ins Supermarktregal. Umgesetzt wurde dieses Konzept mit „Donausoja“ bis jetzt bei der Eierproduktion, weitere Überlegungen stehen an. Die Verarbeitung der Donausoja-Sojabohnen erfolgt unter anderem bei der Ölmühle BAG in Güssing; das daraus entstehende Schrot wird als Donausoja-Sojaschrot vermarktet. Die Kunden sind sowohl Landwirte als Eigenmischer und Mischfutterwerke, die diese Komponente in entsprechenden Rezepturen einsetzen.

Genau festgelegte Auflagen für Donausoja

Die Auflagen für den Produzenten in Österreich bestehen aus einer Verpflichtungserklärung, die Sojabohne wie folgt zu produzieren:
  • Kein GVO-Anbau am Betrieb
  • Einhaltung EU-Pflanzenschutzvorschriften
  • Landnutzung nur für Flächen, die seit 1.1.2008 zur landwirtschaftlichen Nutzung zugelassen sind
  • Einhaltung nationaler sowie internationaler Arbeits- und Sozialrechtsstandards
  • Einverständnis externer und stichprobenartiger Kontrolle im Rahmen der Donausoja Systemkontrollen

Auflockerung intensiver Getreidefruchtfolgen

Auch ackerbaulich stellt die Sojabohne eine lohnende Alternative für den Produzenten dar, vor allem auch unter dem Aspekt der Auflockerung intensiver Getreidefruchtfolgen. Es ist auch ein Anbau nach Mais, Zuckerrübe und Kartoffel fruchtfolgetechnisch möglich, allerdings ist auf den Erhalt einer guten Bodenstruktur zu achten (Vermeidung von Bodenverdichtungen usw.).

Der Abstand beim Anbau soll zwischen Kulturen Raps, Sonnenblume oder anderen Leguminosen mindestens vier Jahren (wegen Fruchtfolgekrankheiten) betragen. Mit der Vorfruchtwirkung beim Nachbau von Wintergetreide spielt die Sojabohne ihre wahre Stärke aus. Hier kann nachfolgender Winterweizen den gesammelten Stickstoff (40 – 60 kg N/ha) nützen und einen entsprechenden Ertrag bzw. Qualität liefern.
Für Informationen rund um "Donausoja" und spezielle Anbauempfehlungen für Ihre Region, wenden sie sich bitte an Ihre DIE SAAT-Berater.

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