Düngung im Kartoffelbau

Tipps für die Dünger-Wahl bei Erdäpfeln.

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© RWA
Eine ausgewogene Düngung kombiniert mit einer sorgfältigen Bestandesführung garantiert Ihnen zufriedenstellende Qualitäten und Erträge.
Die Stickstoffdüngung muss sich nach den Bedürfnissen der Sorte, der Ertragserwartung und den im Boden verfügbaren N-Mengen richten – die Sollwerte liegen bei 100 – 140 kg N/ha. Ein Großteil der N-Düngung (80 %) muss bis zur Blüte ausgebracht sein, damit eine höchstmögliche Ausnützung des Stickstoffs gewährleistet ist. Eine Überdosierung von Stickstoff kann zu einem verminderten Stärkeertrag und einer Abnahme der Speisequalität führen.

Phosphor
hat einen sehr positiven Einfluss auf den Stoffwechsel der Kartoffel (Schalenfestigkeit, Stärkeeinlagerung, Geschmack, Krankheitsresistenz usw.) und sollte auch auf gut versorgten (C)-Böden bei 70 – 90 kg/ha liegen.

Ähnlich wichtig ist der Einsatz von Kalium. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, kein chloridisches Kalium wie Kali 60 oder Korn-Kali 40/6 zu verwenden, da das Chlorid die Einlagerung der Stärke wesentlich hemmt. Theoretisch könnte man chloridisches Kali im Herbst einsetzen, doch es gibt keine Garantie, dass das störende Chlor über den Winter ausgewaschen wird; (abhängig von der Bodenstruktur leicht, mittel oder schwer).

Kalium ist an der Stoffbildung in den Blättern, der Ableitung und Speicherung der Stärke in die Knolle und darüber hinaus für die Regulierung des Wasserhaushalts der Pflanze verantwortlich. Die Aufwandsempfehlung für Kalium liegt bei etwa 200 kg/ha.
Ebenfalls zu beachten: Sorgen Sie für eine ausreichende Versorgung von Spurenelemente wie Magnesium, Calcium, Mangan, Kupfer, Eisen und vor allem Bor.

In der Gruppe der chloridverminderten Mehrnährstoffdünger bieten sich an

  • DC-Rot 10:8:20 +15S und Bor (minderchloridhältig <10 %) 
  • Complex 12:12:17 +5S +2MgO + Bor und Zink (minderchloridhältig <10 %)
  • Nitrophoska Perfekt 15:5:20 + 8S + 2MgO + Bor und Zink (chloridarm < 2%)
„Des Weiteren bietet sich bei den Mehrnährstoffdüngern der NP – Dünger Entec 25:15 an mit dem Hinweis, dass hier der N-Stickstoff in stabilisierter Form vorliegt und daher der N-Bedarf in einer Gabe ohne N-Verluste appliziert werden kann. Eine Ergänzung mittels Kali ist mit nachfolgenden Produkten erforderlich:“

In der Gruppe der chloridverminderten Kali-Einzeldünger bieten sich an:

  • Patenkali granuliert 30 % K2O +17 % S +10 % MgO (minderchloridhältig < 10 %)
  • Kalisop granuliert 50 % K2O +18 % S (chloridarm <2 %)
Der gesamte Artikel "Einsatz stabilisierter Mineraldünger" ist in der Ausgabe 7/2012 des "Fortschrittlichen Landwirts" zu lesen bzw. online auf www.landwirt.com.
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Autor:
Peter Kirchmayr, RWA