Düngung von Ackerböden

Worauf Sie bei der Grund-, Kalk- und Stickstoffdüngung im Ackerbau achten sollten.

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Grunddüngung

Aus weitreichenden Versuchen geht hervor, dass der "anzustrebende" Bodengehaltswert "C" in der Regel ausreichend ist, um die optimale Ertragsleistung eines Standortes für Phosphat und Kali zu erreichen. Diese Gehaltswerte werden aus dem Nährstoffgehalt in mg/100 g Boden ermittelt und können danach in 5 Gehaltstufen (A=sehr niedrig bis E=sehr hoch) eingeteilt werden.

Neben dem Nährstoffgehalt des Bodens sind die Nährstoffabfuhr der anzubauenden Fruchtarten und die Standortfaktoren entscheidende Kriterien für den Düngebedarf an Phosphat und Kali.

Eine Empfehlung könnte sein, Phosphat und Kali betont zu den Blattfrüchten zu düngen, da die Nährstoffabfuhr grundsätzlich über die Fruchtfolge zu ersetzen ist.

Kalkdüngung

Die Hauptkriterien für einen gezielten Nährstoffeinsatz sind eine gute Bodenstruktur und ein optimaler pH-Wert. Bei schweren Böden kann eine umfangreiche Kalkversorgung ein unverzichtbarer Faktor für eine gute Bodenstruktur sein. Der anzustrebende Kalkzustand des Bodens kann aus dem pH-Wert abgeleitet werden. Zu beachten ist, dass durch Auswaschung, Neutralisation und Ernteentzüge Kalkverluste entstehen können und deshalb auch bei optimalem pH-Wert eine Erhaltungskalkung unerlässlich ist. Auch der Kalkausgleich für kalkzehrende N-Dünger ist in der Bilanzierung miteinzubeziehen.

Bezüglich der Wirkungsgeschwindigkeit von Kalk stellt die Mahlfeinheit einen verlässlichen Qualitätsindikator dar. Die Leitlinie ist, dass die Wirkungsgeschwindigkeit der Kalkung mit der Feinheit der Vermahlung steigt, wobei Ca-Oxid schneller als Ca-Carbonat und dieses schneller als Ca-Silikat wirkt.

Optimaler Anwendungstermin für eine Kalkung sind die Stoppel- und Vorsaatkalkung. Raps, Wintergerste und Sommergerste sind als besonders kalkbedürftige Kulturen bekannt.

N-Düngung

Bei der Stickstoffdüngung ist der richtige Termin der N-Gabe ein entscheidendes Erfolgskriterium, weshalb diese der Bedarfskurve der jeweiligen Kultur wenn möglich anzupassen ist. Sowohl Überschuss- als auch Mangelsituationen sind zu vermeiden.

Stickstoffdünger unterscheiden sich durch ihre N-Form und damit durch ihre Wirkungsgeschwindigkeit und Haltbarkeit. Während Nitratdünger schneller wirken, jedoch kürzer haltbar sind, sind Ammoniumdünger langsamer in ihrer Wirkungsgeschwindigkeit und deshalb auch länger im Boden erhalten. Eine Mischform stellen stabilisierte Dünger dar, deren Wirkung durch den Umbau von Ammonium in Nitrat durch Stabilisatoren verzögert wird und sie dadurch  nachhaltiger wirken.
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Autor:
Peter Kirchmayr, RWA