Ein guter Start ins Kälberleben – auch im Winter

Die Kälberaufzucht von der Geburt bis zum vierten Lebensmonat ist die sensibelste Phase in der gesamten Jungviehaufzucht.

Kälberiglus sollten immer der Wetterseite abgewandt aufgestellt werden © Garant
Kälber, die in den ersten beiden Lebensmonaten krank waren, haben ein schlechter entwickeltes Organsystem und sind später weniger leistungsfähig als gesunde Kälber. Für die kalte Jahreszeit gilt es einige Tipps zu berücksichtigen, um Atemwegserkrankungen und Durchfallerkrankungen bei Kälbern vorzubeugen.

Wirtschaftliche Verluste durch Kälberkrankheiten

Durchfall und/oder Atemwegserkrankungen verursachen hohe wirtschaftliche Verluste. Je nach Schweregrad der Erkrankung fallen Kosten zwischen 90 bis 200 Euro pro Tier an. Neben den Behandlungskosten sind auch Entwicklungsschäden wie geringere Zunahmen, späteres Erstkalbealter, schlechtere Milchleistung oder frühere Abgänge zu berücksichtigen. Tiere, die bereits durch eine Durchfallerkrankung geschwächt sind, haben ein höheres Risiko an Grippe zu erkranken. Kälbergrippe ist die Nr. 1 unter den Wintererkrankungen.

Für ausreichende Aufnahme von Kolostrum sorgen

Den schnellsten Schutz für das Kalb bietet die rechtzeitige und ausreichende Aufnahme von Kolostrum. Internationale Untersuchungen zeigen, dass bei entsprechender Mineral- und Vitaminversorgung in der Trockenstehzeit die Qualität der Biestmilch verbessert wird. Ein passendes Trockensteher-Mineralfutter sorgt also für einen hohen Gehalt an Spurenelementen, Vitaminen und Immunglobulinen in der Biestmilch, die die Vitalität des neugeborenen Kalbes fördern.

Kälte gefährdet das Immunsystem der Kälber

Kältestress beginnt bei neugeborenen Kälbern bereits bei 10° C. Wärmelampen und Kälberdecken sollten für den Fall immer griffbereit sein. Bei niedrigen Temperaturen haben die Tiere einen höheren Bedarf an Energie und Nährstoffen, Zugluft und Nässe verstärken dies noch zusätzlich. Ohne Gegenmaßnahmen kommt es zu niedrigeren Tageszunahmen, die Kälber entwickeln sich langsamer und das körpereigene Immunsystem wird anfälliger gegenüber Krankheitserregern.

Tränketemperaturen anpassen

Der erhöhte Energiebedarf bei niedrigen Temperaturen muss auch in der Ration berücksichtigt werden. Die Tränkemenge und die Konzentration des Milchaustauschers sollten bei Bedarf erhöht werden. Auch die Tränketemperatur muss in der kalten Jahreszeit an die Körpertemperatur des Kalbes angepasst sein (39° C), um einen zusätzlichen Energieaufwand zu vermeiden. Eine falsche Tränketemperatur schwächt die Abwehrkräfte des Darms und Durchfallerreger haben bessere Chancen, eine schwerwiegende Erkrankung zu verursachen. Wichtig in der Durchfallbehandlung ist, die Tränke nicht abzusetzen, um das Kalb weiterhin ausreichend mit Energie zu versorgen. Zusätzlich zur Milch empfiehlt sich der Einsatz einer Elektrolytlösung (z.B. 2 x täglich Unilyt), um der entstehenden Austrocknung und Blutübersäuerung entgegenzuwirken.

Mit Kraftfutter Kälberentwicklung fördern

Eine schnelle und frühe Kraftfutteraufnahme unterstützt die optimale Entwicklung des Tieres. Kälber-TMR, das bekömmliche Kälber-Vollwertmenü von Garant, bietet Ihrem Kalb alles, was es braucht. Ab dem zweiten Lebenstag kann es zur freien Aufnahme angeboten werden und wird aufgrund des Apfel-Aromas auch sehr gerne angenommen. Sobald das erste Festfutter aufgenommen wird, brauchen Kälber Zugang zu Wasser. Selbsttränkebecken oder Eimer eignen sich hier am besten, da das Wasser direkt in den Pansen und nicht wie beim Nuckeleimer über den Schlundrinnenreflex in den Labmagen gelangt. Bei niedrigen Temperaturen ist auch die Wassertemperatur in der Tränke zu kontrollieren, angewärmtes Wasser wird besser angenommen.

Hygiene im Stall beachten

Hygienisches Arbeiten ist von lebenswichtiger Bedeutung für Kälber. Um zu verhindern, dass die Kälber schon früh infiziert werden, ist es wichtig, sie für mindestens 10 Tage individuell unterzubringen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Kälber nicht im gleichen Stall mit Tieren stehen dürfen, die älter als 5 Monate sind, um Infektionen über die Luft so gut wie möglich zu verhindern. Darüber hinaus ist es ratsam, beim Füttern durchdachte Gehwege zu benutzen und zuerst die jungen Tiere zu füttern und danach die älteren.

In den ersten 2 Wochen ist die Einzelhaltung aus Hygienegründen ratsam. Kälberiglus sollten immer der Wetterseite abgewandt aufgestellt werden. Im Winter ist die Ausrichtung nach Südost bis Ost ratsam, damit die tiefstehende Morgensonne die Kälber wärmt.

Gründliche Hygiene im Stall, ein optimales Management in der Fütterung und Haltung und aufmerksame Tierbeobachtung sind wichtige Faktoren zur Reduktion der Kälbersterblichkeit am Betrieb und die Basis für ein gesundes Kuhleben.

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