Eiermarkt: Herbstliche Nachfragebelebung im Inland

Preisverhandlungen gestalten sich schwierig.

Wien, 20. November 2014 (aiz.info). - Der Eierabsatz ist in Österreich derzeit auf Handelsebene von einer herbstlichen Nachfragebelebung geprägt. Mit Beginn des Advents am 30. November werden in den Privathaushalten die ersten Weihnachtkekse gebacken. Auch die verarbeitende Industrie meldet bereits höheren Bedarf an. Mit Biofreilandeiern bleibt der Markt weiterhin knapp versorgt, in der Boden- und Freilandhaltung kann auch eine höhere Nachfrage problemlos gedeckt werden, teilt die Agrarmarkt Austria mit.

Die gegenwärtigen Eierpreisverhandlungen gestalten sich schwierig. Grund dafür sind starke Kostenschwankungen beim Futter, die durch verschiedene Ernte- und Witterungseinflüsse bei den Rohstoffen hervorgerufen werden. Ein weiterer Faktor ist, dass der weitaus überwiegende Teil der Eiproduktion in langfristigen Kontrakten gebunden ist. Meistens werden die Preise mit dem Lebensmitteleinzelhandel für den Zeitraum von einem Jahr festgelegt. Diese Vereinbarungen sorgen am Markt für Sicherheit und Stabilität, allerdings geht damit auch die Flexibilität verloren, um auf aktuelle Marktveränderung rasch reagieren zu können.

Am deutschen Eiermarkt ist die Nachfrage Mitte November weiter angestiegen. Das Angebot an Freiland- und Bodenhaltungsware ist für die derzeitige Nachfrage ausreichend, Bioware ist kaum zu bekommen. Die Menge an Eiern der Gewichtsklasse S ist zwar rückläufig, aber bis Dezember rücken neu eingestallte Junghennen mit kleinen Eiern nach. Auch Mauserware fließt weiter in den Markt. Die Preise der Packstellen ziehen weiter an, die Industrie setzt bei der Nachfrage häufig eine Obergrenze. Durch die regen Exportmöglichkeiten für Eier aus Kleingruppenhaltung und die damit steigenden Erlöse gehen auch die Notierungen für Bodenhaltungsware mit nach oben.