Eiermarkt war im August von ruhiger Nachfrage geprägt

Zunehmend mehr leichte Ware durch Umstallungen.

Wien, 27. August 2015 (aiz.info). - Am heimischen Eiermarkt herrschte im August - bedingt durch die Urlaubszeit - eine eher ruhige Nachfrage. Jedes Jahr in den Sommermonaten ist dieses Szenario zu beobachten, vor allem in den Städten sinkt der Bedarf deutlich. Zusätzlich bremsten die hohen Temperaturen der letzten Wochen die Nachfrage. Die Eier verarbeitende Industrie hingegen meldet vermehrtes Interesse und ist bereits auf der Suche nach Ware, teilt die Agrarmarkt Austria mit.

Demnach kam es am Beginn des Berichtsmonats zu Überhängen bei schwerer Ware in der Boden- und Freilandhaltung. Bei Eiern aus Biofreilandhaltung präsentierte sich ein ausgeglichener Markt. Im Moment verschiebt sich das Angebot von schwerer zu leichter Ware. Grund dafür sind die nun häufigeren Umstallungen womit mehr junge Hennen in Produktion gehen.

Durch den Ausbruch der Vogelgrippe fehlen in den USA nun knapp 40 Mio. Legehennen, das sind in etwa 9% des Bestandes. Mit einer Erholung des amerikanischen Eiermarktes wird erst im vierten Quartal des heurigen Jahres gerechnet - beziehungsweise laut aktuellen Schätzungen wird es bis zu einem Jahr dauern um das ursprüngliche Produktionsniveau wieder herstellen zu können. Diese Tatsache wirkt sich positiv auf den Eipulvermarkt aus. Daher wird die Möglichkeit in die USA zu exportieren, mittelfristig trotz spezieller Veterinär- und Hygieneauflagen noch immer optimistisch eingeschätzt. Die Exportmöglichkeiten - insbesondere für Eipulver - sind allerdings durch die Produktionskapazitäten begrenzt.