Entscheidungshilfe für den Weizenanbau 2012/2013

Wir geben Ihnen einen Überblick, damit Sie die richtige Sortenwahl treffen können.

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© RWA
Das Weizenjahr 2011/12 brachte vielerorts schwierige Verhältnisse. Dem harten Winter in allen Weizenlagen folgten im Osten zusätzlich trockene Aufwuchsbedingungen. Gute Winterhärte und Ausgleichsvermögen sind daher neben den Erfahrungen aus den günstigeren Vorjahren zusätzliche Entscheidungskriterien bei der Sortenwahl.

Starkes Sortiment an Qualitätsweizen

Energo bewährte sich in den vergangenen Jahren wegen der sehr guten Erträge bei hohem Proteingehalt. Bemerkenswert ist, dass er auch bei hohen Erträgen im Proteingehalt stabil bleibt und nicht wie viele andere Sorten unter die für Qualitätsweizen geforderten 14 % abfällt. Aufgrund der guten Standfestigkeit eignet sich Energo auch für eine intensivere Düngung auf besseren Standorten. Bei günstigen Wachstumsbedingungen kann bei Energo das Tausendkorngewicht und damit der Ertrag zusätzlich erhöht werden. Die Sorte reagiert auf eine einmalige Fungizidbehandlung (Fahnenblatt bis Ährenschieben) mit deutlichen Mehrerträgen. Damit ist Energo die Empfehlung der Die Saat-Spezialisten für Landwirte, die aus dem Fungizidverzicht aussteigen.

Der sehr robuste Element konnte den Winter 2011/12 ohne Schäden überstehen. Seine Frühreife und das  Ausgleichsvermögen über alle Ertragskomponenten machen ihn zum Paradeweizen für echte Trockenlagen. Das hohe Hektolitergewicht, der Proteingehalt und die Fallzahlstabiliät sichern die Qualität der Ernte und damit das Einkommen der Landwirte ab.

Der winterharte Estevan ist besonders für Landwirte, die weiter beim Fungizidverzicht bleiben, interessant. Die Sorte ist gegenüber Braunrost und Fusarium sehr tolerant und erreicht damit auch bei höherem Krankheitsdruck und feuchteren Bedingungen gute Erträge. Zusätzlich weist Estevan auch eine sehr hohe Fallzahlstabilität auf.

Eine Neuheit im Qualitätsweizensegment ist die deutsche Züchtung Norenos. Norenos liefert auf mittleren bis guten Standorten im Trockengebiet Höchsterträge. Dieser unbegrannte Einzelährentyp ist besonders standfest und eignet sich damit auch für eine intensivere Bestandesführung. Der Winter 2011/12 zeigte, dass Norenos eine sehr gute Winterhärte besitzt.

Für die sehr guten Standorte im Trockengebiet und für das Feuchtgebiet bei intensiver Bestandesführung empfiehlt sich der spätreife Kolbenweizen Arktis. Arktis ist ebenfalls sehr winterhart und erzielt bei ausreichender Wasserverfügbarkeit hohe Erträge.

Mahlweizen: Neu registrierte Sorte Estivus

Chevalier bringt bei einer gezielten Förderung der Bestandesdichte Höchsterträge. Auch mit schlechten Wetterbedingen zur Ernte kommt Chevalier gut zurecht. Gerade in Oberösterreich sind die Standfestigkeit, die Fallzahlstabilität und das Hektolitergewicht immer wieder gefordert. In allen diesen Eigenschaften brachte Chevalier über viele Jahre verlässlichere Ergebnisse als andere Mahlweizensorten. Zusätzlich weist die Sorte eine sehr geringe Anfälligkeit gegenüber Fusarium auf.

JB Asano gleicht schwierige Frühjahrsbedingungen über das hohe Ährengewicht (Kornzahl pro Ähre und TKG) aus. Er reagiert daher auch positiv auf einen gezielten Abreifeschutz. Auch bei Spätsaaten bringt er aufgrund der Einzelährenausprägung sehr gute Erträge.

Kerubino ist winterhart und wird aufgrund der hohen inneren Qualitäten für die gezielte Qualitätsproduktion eingesetzt. Alle Die Saat-Sorten müssen sehr hohen agronomischen und qualitativen Anforderungen entsprechen.

Die neu registrierte Sorte Estivus entspricht in der Qualitätssicherheit der Sorte Chevalier mit deutlich verbesserten agronomischen Eigenschaften. In den AGES-Versuchen ist Estivus über drei Jahre der Ertragssieger unter den Mahlweizen. Für den Herbstanbau 2012 stehen erste geringe Saatgutmengen zur Verfügung.

Futterweizen: Neue Sorte Hewitt

Auch beim Futterweizen bringt der Sortenwechsel Leistungssteigerungen. Hewitt bringt im Vergleich zu bisherigen Futterweizen enorme Mehrerträge. Hewitt zeichnet sich auch durch einen kürzeren Wuchs, sehr gute Standfestigkeit und eine verbesserte Winterhärte aus.
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Autor:
DI Philipp Karoshi