Erfolgsfaktoren im Sojaanbau

Die Landwirtschaftliche Fachschule Hollabrunn untersuchte in den Jahren 2010 und 2011 die Ertragsleistung einzelner Sojasorten und die Effekte des Saatverfahrens.

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© RWA
Will man den pflanzenbaulichen Ansprüchen der Sojapflanze gerecht werden, dürfen die wesentlichen Komponenten der Ertragsbildung nicht außer Acht gelassen werden. Das Ertragspotenzial von Soja begründet sich in drei Faktoren, die sich durch produktionstechnische Maßnahmen mehr oder weniger stark beeinflussen lassen: Saatgut, Saat und Sauberkeit

Saatgut – Die Qualität entscheidet

Soja stellt – klimatisch betrachtet – hohe Ansprüche an den Standort. Die Temperaturen sollten zur Aussaat jedenfalls Werte von 8° bis 10° C im Boden erreichen. Liegen die Samen nach der Saat für eine längere Phase bei kühlen und nassen Bedingungen im Boden, leidet meist die Keimfähigkeit.

Zertifiziertes Sojasaatgut ist standardmäßig mit entsprechenden Bakterienstämmen, die sich in den späteren Knöllchen der Pflanze ansiedeln und für das Fixieren von Luftstickstoff nötig sind, inokuliert und gewährleistet so hohe Keimfähigkeit. Sowohl Sojapflanzen als auch die Bakterien benötigen von Beginn an möglichst optimale Bedingungen. Das heißt: Man sollte keinesfalls zu früh aufs Feld und damit die Vitalität des Saatgutes aufs Spiel setzen.

Saat: drillen oder einzeln säen?

In der Praxis gibt es teilweise unterschiedliche Meinungen über die Wahl der geeigneten Saattechniken für den Sojaanbau. Vielfach wird Soja als „Hackkultur“ mit entsprechend großen Reihenweiten (40 bis 50 cm) geführt, aber auch in Drillsaat mit „normalen“ Reihenabständen (12 bis 13 cm) gesät. Die Landwirtschaftliche Fachschule Hollabrunn untersuchte 2010 und 2011 neben der Ertragsleistung einzelner Sorten auch den Effekt des Saatverfahrens.

Sorten der frühen Reifegruppe 000 und Sorten der mittelspäten Reifegruppe 00 wurden sowohl in Drillsaat als auch in Einzelkornsaat angelegt. Die Versuchs-Ergebnisse zeigen, dass die Standraumverteilung bei der Drillsaat wesentlich günstiger ist. Daher brachte die Drillsaat auch höhere Erträge gegenüber der Einzelkornsaat. Die Qualität der Saatgutablage bei der Sojasaat ist für einen guten Feldaufgang und eine entsprechende Bestandesbildung entscheidend.

Sauberkeit ist ein Muss am Feld!

Das Um und Auf eines erfolgreichen Sojaanbaues liegt in einer sicheren Unkrautbekämpfung. Neben der Bestandesetablierung stellt die Unkrautkontrolle sicherlich die produktionstechnische Maßnahme mit dem größten Einfluss auf die Ertragsleistung dar.

Abhängig vom gewählten Saatverfahren ergeben sich verschiedene Möglichkeiten. Wird Soja als klassische „Hackkultur“ geführt, lässt sich der Zwischenreihenbereich mechanisch durchaus sehr sauber halten. Dies ist auch notwendig, denn wird Soja in Einzelkornsaat mit entsprechend großen Reihenweiten gesät, decken die Bestände nicht vollflächig bzw. erst relativ spät den Boden ab. Bei entsprechender Einstellung der Hackgeräte kann man auch kleinere Unkrautpflanzen in der Reihe durch Anhäufeln und Zudecken eliminieren. Dabei muss man beachten, dass dadurch eventuell der Drusch erschwert sein kann.

Chemisch lässt sich der Unkrautbesatz in Soja sehr sicher bekämpfen. Je nach Unkrautspektrum stehen verschiedene Vor- bzw. Nachauflaufvarianten zur Verfügung. Speziell im Nachauflauf ist eine zeitige Anwendung in frühen Entwicklungsstadien der Unkräuter erforderlich. Gelingt es, die erste Unkrautwelle auszuschalten, kann bei zügiger Entwicklung der Sojapflanzen mit einer Applikation das Auslangen gefunden werden.

Mehr Infos  finden Sie auf www.diesaat.at.

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Autor:
DI Harald Summerer, LFS Hollabrunn