Erneut Schäden von 2 Mio. Euro in der Landwirtschaft durch Hagelunwetter

10.000 ha Agrarflächen in mehreren Bundesländern betroffen.

Wien, 4. Juli 2016 (aiz.info). - Seit dem 30. Juni haben schwere Hagelschläge in Niederösterreich, Salzburg, Tirol und der Steiermark massive Schäden an Acker-, Obst- und Weinkulturen sowie im Gartenbau und Grünland verursacht. Schwer betroffen war dabei am Sonntag das Bundesland Salzburg mit einem Gesamtschaden von 600.000 Euro.

Wieder einmal war ganz deutlich zu sehen, dass die Landwirtschaft von Unwetterextremen, welche durch klimatische Veränderungen mittlerweile vermehrt auftreten, stets als erste und auch am stärksten betroffen ist. Der Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Hagelversicherung, Kurt Weinberger, weist darauf hin, dass Risikovorsorge in der Landwirtschaft immer wichtiger wird. "Wieder haben wir gesehen, was Unwetter wie Hagelschläge in kürzester Zeit verursachen können. Binnen weniger Stunden wurde auf einer Agrarfläche von über 10.000 ha die Arbeit der vergangenen Monate vernichtet. Derartige Extremereignisse, die mittlerweile keine Einzelfälle mehr sind, stellen Österreichs Landwirtschaft vor große Herausforderungen."

"Der Klimawandel und damit verbunden die zunehmenden Wetterextremereignisse stellen die gesamte Versicherungswirtschaft vor immer größere Herausforderungen. Schäden in Folge von Hagel, Sturm und Hochwasser können insbesondere in der Landwirtschaft existenzbedrohende Ausmaße erreichen. Die Erfahrungen zeigen, dass eine umfassende Risikoabsicherung Betriebe vor finanziellen Katastrophen bewahren kann", unterstreicht auch Othmar Ederer, Präsident Österreichischer Versicherungsverband.

Betroffene Landwirte können ihre Schäden auf der Homepage der Österreichischen Hagelversicherung unter www.hagel.at melden.