Erzeugermilchpreis im Mai weiter rückläufig

Molkereien zahlten im Schnitt 29,96 Cent netto aus.

Wien, 28. Juni 2016 (aiz.info). - Der Rückgang des heimischen Erzeugermilchpreises hat sich auch im Mai 2016 fortgesetzt. Die Molkereien und Käsereien zahlten ihren Lieferanten für Rohmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß im Durchschnitt 29,96 Cent netto beziehungsweise 33,85 Cent brutto/kg. Das waren um 0,8 Cent netto weniger als im Vormonat April, während sich gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 3,8 Cent ergab. Dies geht aus der jüngsten Milchstatistik der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.
Der für Mai 2016 ermittelte Erzeugerpreis von 29,96 Cent netto/kg bezieht sich bekanntlich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für konventionelle Milch (mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß, ohne Heumilchzuschlag) wurden im Bundesschnitt 27,28 Cent ausbezahlt. Für Biomilch erhielten die Bauern im Schnitt 40,45 Cent netto/kg.
Auch im Juni 2016 hat es keine Besserung bei den Auszahlungspreisen gegeben. Laut jüngsten Schätzungen der AMA dürfte für Milch mit natürlichen Inhaltsstoffen im Monatsschnitt ein Ausbezahlungspreis von 29,30 Cent/kg erreicht worden sein. Diese Milchpreisschätzung erfolgt auf Basis von zirka 85% der angelieferten Milchmenge, wobei die saisonale Schwankung für die Bezahlung der Inhaltsstoffe (Fett und Eiweiß) berücksichtigt wird.

Milchanlieferung auf Vorjahresniveau

Im Mai 2016 wurden von den heimischen Landwirten 287.085 t Milch an die Molkereien und Käsereien geliefert. Damit lag die Menge erstmals in diesem Jahr nicht mehr über dem Vorjahresniveau sondern geringfügig (-0,1%) darunter. Bekanntlich erreicht die saisonale Milchanlieferungs-Kurve hierzulande im Mai ihren Höhepunkt, danach tendiert sie bis September kontinuierlich nach unten. Nunmehr stellt sich die Frage, inwiefern es in den kommenden Monaten - neben dem saisonalen Rückgang - zu zusätzlichen Bremsmanövern kommt, um das reichliche Rohmilch-Angebot besser auf den Bedarf abzustimmen und so den Markt zu entlasten.