Erzeugung und Verbrauch tierischer Nahrungsmittel 2015 etwa auf Vorjahresniveau

Importe von Fleisch und Milch gesunken, Käseexporte deutlich erhöht.

Wien, 31. August 2016 (aiz.info). - Im Jahr 2015 wurden in Österreich 917.200 t Fleisch (±0% im Vergleich zu 2014), 3,57 Mio. t Kuh-, Schaf- und Ziegenmilch (+1%), 1,81 Mrd. Eier (+1%) und 3.800 t Fische (±0%) für den in- und ausländischen Markt produziert. Das geht aus den aktuellen Versorgungsbilanzen der Statistik Austria hervor.

Heimische Erzeuger deckten Bedarf bei Milch, Rind- und Schweinefleisch sowie Käse

Für die Ernährung im Inland standen davon 837.400 t Fleisch (±0%), 730.500 t Trinkmilch (±0%), 185.500 t Käse (+1%), 42.900 t Butter (-6%), 2,01 Mrd. Stück Eier (+1%) und 68.400 t Fisch (±0%) zur Verfügung. Der Selbstversorgungsgrad betrug damit für Trinkmilch (einschließlich Joghurt) 162%, für Rind- und Kalbfleisch 146%, für Käse (inklusive Schmelzkäse) 115% und für Schweinefleisch 103%. Nicht zur Gänze aus heimischer Produktion konnte der Bedarf bei Eiern (84%), Butter (75%), Geflügelfleisch (67%) sowie Fisch (6%) gedeckt werden.

Der Pro-Kopf-Verbrauch lag im Berichtsjahr bei 97,2 kg Fleisch, darunter 55,5 kg Schweinefleisch, 21,3 kg Geflügel sowie 17,4 kg Rind- und Kalbfleisch. Weiters wurden 84,8 kg Milch, 21,5 kg Käse, 5,0 kg Butter und 235 Stück Eier je Einwohner verbraucht.

Weniger Fleisch und Milch importiert

Zur Deckung des Inlandsbedarfes wurden insgesamt 377.400 t Fleisch (-7%), 85.100 t Trinkmilch (-14%), 110.400 t Käse (+1%) sowie 69.900 t Fische (+1%) importiert. Exportiert wurden im selben Zeitraum 521.900 t Fleisch (-4%), 491.900 t Trinkmilch (±0%) und 135.500 t Käse (+9%).

Agraraußenhandelsvolumen weiterhin steigend

Gegenüber dem Kalenderjahr 2014 erhöhte sich das Agraraußenhandelsvolumen (pflanzliche und tierische Produkte) von 20,5 Mrd. auf 21,5 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anteil von 8,0% am gesamten Außenhandelsvolumen von 265,1 Mrd. Euro. Der Wert der Agrarimporte stieg von 10,7 Mrd. auf 11,1 Mrd. Euro, jener der Exporte von 9,8 Mrd. auf 10,1 Mrd. Euro. Haupthandelspartner waren die Mitgliedstaaten der EU mit einem Anteil von 83% bei den Importen und 76% bei den Exporten.