EU: Erzeugermilchpreise haben im Dezember weiter zugelegt

Im Schnitt wurden 32,09 Cent netto/kg ausbezahlt.

Wien, 6. Februar 2017 (aiz.info). - Den Haag, 6. Februar 2017 (aiz.info). - Die EU-Erzeugermilchpreise setzten im Dezember 2016 ihren positiven Trend fort. Führende europäische Molkereien zahlten ihren Lieferanten im Schnitt 32,09 Cent netto/kg Rohmilch und damit um 1,23 Cent mehr als im Vormonat November. Gegenüber dem Vorjahresniveau wurde ein Plus von 2,9 Cent oder 10% verzeichnet. Dies geht aus der jüngsten Preiserhebung des niederländischen Bauernverbandes (LTO) hervor. Zum Vergleich: Die österreichischen Molkereien zahlten ihren Lieferanten im Dezember für Rohmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß im Schnitt 33,23 Cent/kg netto aus.

Der LTO-Durchschnittswert wird bekanntlich jeden Monat in Kooperation mit EDF (European Dairy Farmers) auf Basis der Auszahlungsleistungen von 16 großen Milchverarbeitern in Nord- und Mitteleuropa für Standardmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß sowie einer jährlichen Anlieferung von 500.000 kg errechnet.

Im Jänner 2017 zum Teil weitere Anstiege verzeichnet

Fast alle im LTO-Milchpreisvergleich erfassten Molkereien haben im Dezember ihre Erzeugerpreise angehoben, zu den negativen Ausnahmen zählten Danone in Frankreich und Kerry in Irland. Mehrere Verarbeiter haben auch im Jänner 2017 ihre Auszahlung erhöht und einige wenige auch für Februar ein Plus angekündigt.

Die LTO hat aus den monatlichen Erzeugerpreisen der erfassten Milchverarbeiter einen Jahresdurchschnitt für 2016 errechnet. Dieser beläuft sich auf 27,91 Cent netto, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 2,8 Cent oder 9,1% entspricht. Nur im Krisenjahr 2009 war der Milchpreis im Mittel noch niedriger. Die Experten geben allerdings zu bedenken, dass einige Verarbeiter noch Nachzahlungen für das abgelaufene Jahr gewähren werden. Der endgültige Milchpreis für 2016 wird von der LTO erst in den kommenden Monaten publiziert.