EU-Hopfenproduktion 2015 deutlich gesunken

Hopfen-Ernte schrumpfte um 21%.

Brüssel, 14. März 2016 (aiz.info). - In der EU wurde 2015 deutlich weniger Hopfen produziert. Bernard Ingwiller, kürzlich wiedergewählter Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Hopfen" des Dachverbandes der EU-Landwirte und Genossenschaften COPA/COGECA, führt dies in erster Linie auf widrige Witterungsbedingungen in den Hauptanbauländern zurück. Konkret hat 2015 die Erntemenge bei Hopfen in der EU 38.980 t betragen im Vergleich zu 49.356 t im Jahr 2014. Deutschland, der größte Produzent in Europa, berichtete von Rekordtemperaturen im August und verzeichnete eine Gesamtproduktion von 28.337 t auf einer um 16% geschrumpften Anbaufläche. Auch die Tschechische Republik - zweitgrößter Erzeuger in der EU - litt unter rasant steigenden Temperaturen und fuhr mit insgesamt 4.843 t eine im Jahresvergleich um 22% geringere Ernte ein. In Polen wurden 1.975 t eingebracht, im Vereinigten Königreich 1.357 t, in Spanien 950 t, in Frankreich 555 t und in Österreich 298 t.

"Der allgemeine Trend geht in Richtung einer Ausweitung der Aromasorten, und die meisten Länder haben ihre Ernten bereits verkauft", erklärte Ingwiller, der Ertragssteigerungen, phytosanitäre Aspekte und die Stärkung von Exportmöglichkeiten als seine zentralen Prioritäten in der Funktion als COPA/COGECA-Arbeitsgruppenvorsitzender fortsetzen will.