EU-Mischfutterproduktion wird heuer um 0,7% sinken

Nachfrage der Geflügelbranche soll um 0,5% zunehmen.

Brüssel, 29. Juni 2016 (aiz.info). - Der Verband der europäischen Mischfutterhersteller (FEFAC) erwartet, dass die Produktion dieser Branche in der EU in diesem Jahr um 0,7% im Vergleich zum Vorjahr sinken wird. Während die Nachfrage nach Schweinemischfutter voraussichtlich um 1,5% zurückgehe, solle die Nachfrage aus der Geflügelbranche um 0,5% zunehmen, teilte der Verband laut "Dow Jones News" mit. Zudem rechnet er angesichts des feuchten und kühlen Wetters in mehreren EU-Mitgliedstaaten mit einer höheren Futterweizenerzeugung.
Im Vorjahr stieg die Mischfutterproduktion in der EU (ohne Griechenland, Luxemburg und Malta) laut FEFAC um 0,6% auf 157,3 Mio. t. Dabei sank die Erzeugung von Rindermischfutter um 0,7%, während um 0,6% mehr Schweinemischfutter und um 1,2% mehr Geflügelmischfutter hergestellt wurden.
Mit nunmehr 52,6 Mio. t im Jahr 2015 habe Geflügelmischfutter seine führende Position in der EU-Mischfutterproduktion weiter ausgebaut, merkte der Verband an. Auf Platz zwei liegt Schweinemischfutter mit 50,2 Mio. t. Die im Jahr 2015 um 2% gewachsene Milchanlieferung in der EU habe die Mischfutterindustrie mit Ausnahme in Irland und den Niederlanden kaum gespürt, wurde betont.
Unter den großen Mischfutterproduktionsländern in der EU hätten sich nur Polen und Spanien mit einem Produktionswachstum um 3,9% beziehungsweise 3,7% gut behauptet. Deutschland indes meldete nach fünf Wachstumsjahren in Folge einen Produktionsrückgang um 2,8%. Zudem ging die Erzeugung in Frankreich um 0,4% zurück und in Großbritannien um 4,3%. Die größten Herstellerländer sind nach wie vor Deutschland (23,4 Mio. t) und Spanien (23,3 Mio. t), gefolgt von Frankreich (21,1 Mio. t). In Österreich kam es zu einem Zuwachs von 1,5% auf 1,6 Mio. t.