EU-Schlachtrindermarkt: Bei Jungstieren sind Angebot und Nachfrage ausgeglichen

Österreich: Kälberpreise dürften vorweihnachtlichen Höchststand erreicht haben.

Wien, 24. November 2015 (aiz.info). - Der europäische Rindermarkt ist derzeit durch unterschiedliche Angebotssituationen geprägt. Bei Jungstieren sind Aufkommen und Nachfrage überwiegend ausgeglichen. In Norddeutschland wird von einem leicht steigenden Angebot berichtet. Die Notierungen sind stabil, regional werden Preisspitzen gekappt. Bei weiblichen Schlachtrindern übersteigt die verfügbare Menge die Nachfrage, die Preise tendieren mehr oder weniger stark nach unten.

In Österreich ist das Angebot an Jungstieren leicht rückläufig und steht weiterhin einer lebhaften Nachfrage gegenüber. Bei weiblichen Schlachtrindern ist die Menge stabil und der Bedarf etwas geringer, berichtet die Rinderbörse. Während die Notierungen bei Jungstieren zwischen stabil und leicht steigend tendieren, sind sie bei Schlachtkühen rückläufig. Zu Redaktionsschluss lag bei Jungstieren und Kühen noch keine Preiseinigung vor. Bei Schlachtkälbern fällt die Nachfrage lebhafter aus, das Angebot hat leicht zugenommen. Die Preise ziehen nochmals an und dürften den vorweihnachtlichen Höchststand erreicht haben.

Die Österreichische Rinderbörse erwartet diese Woche bei der Vermarktung von Kalbinnen der Handelsklasse R2/3 einen stabilen Basispreis von 3,22 Euro netto je kg Schlachtgewicht. Die Schlachtkälber-Notierung steigt auf 6,05 Euro. Bei den angegebenen Basispreisen handelt es sich um Bauernauszahlungspreise ohne Berücksichtigung von Qualitäts- und Mengenzuschlägen.